Zersehbarkeit. — Bey dieser organischen Mischung undDarstellung der Materie, als innere Ursache, oder we°nigstens Bedingung aller Vitalität betrachtet, kommtes also auf zweyerley an, theils auf die Menge undLebensfähigfeit der sie konstituirenden Stoffe und ihrerZusammenwirkung, theils auf die zu jeder Lebensäuße»rnng nöthigen Zersttzbarleit derselben. Das erste be»stimmt die innere Starke (Quantität) des Lebens eineSOrgans (deshalb kann schon die grössere Masse, welchenichts anders ist, als größere Menge der wirkendenBestandtheile, die Stärk« bestimmen, daher sind grös-sere Thiere starker als kleinere, grössere Muskelfasernstärker als kleinere) ; das zwep/e bestimmt die vitale Ver-änderlichkeit seiner Mischung, und der damit verbünde»nen Lage der Theile (Erregbarkeit, qualitatives Verhalt»niß des Lebens). — Diese Verschiedenheit ist also indem innern Lebenszustande des Organs gegründet, undzunächst unabhängig vom Reihe, und so stießen also bey»de Kategorien der Lebensäuherung, Quantität und Llua»lilät (die man unter dem Namen Wirtungsvermögen undErregbarkeil unterschieden hat) , aus dem nämlichenPrincip der innern chemischen Lebensoperation und ihrerGrundmifchung.
§. 76.
Man hat die Ursache dieses verschiedenen Verhält«nißes der Erregbarkeit zur Stärke des Lebens blos ausden äußern Lebensbedingungen, den Reihen herzuleitengesucht. Brown, der nur zwey mögliche Veränderun«gen der Erregbarkeit annimmt, nämlich Anhäufung oderAufzehrung durch Verminderung oder Vermehrung derReihe, erklärt auch diese Erscheinungen blos aus dieserzweyfachen Ursache: entsteht die Schwäche durch Ent.ziehung der Reihe (direkt), so ist sie mit augehausler.folglich erhöhter Erregbarkeit verbunden , entsteht sie aber
durch