ihn von Seiten seines Charakters und wesentlichen El»genschaften vollkommen kennen, aber man kann ihnweder andern bestimmt bezeichnen, noch auch von an»dern darüber Nickrichten einziehen, und man verliertdadurch manche wichtige Notitz. die selbst die Kenntnißseines Innern und Wesentlichen sehr vervollkommne»würde *).
II. Man suche den wesentlichen oder Heilunascha-?after der Krankheit auf, d. h. die nächste U'sache,und das, was sie unterhalt. Dadurch allein erhaltman die westnüiche praktische Ertennlmtz der Krankheitund das wahre Objckt der Kur. Z. B. man erkennt,daß es die Wassersucht i/i,- d/es i/l aber blos empirischeKenntniß, die zur Kur noch wenig hülst. Aber manerkennt nun , daß es eine Wassersucht von Schwächeist;nun hat man den Heilungscharakler.
Die Mittel, zu dieser Erkenntniß zu gelangn»,sind folgende >.
>. Man seh« zurück auf das Vorhergegangene, aufdie Anlage, die Konstitution des Kranken, alle Poten-zen , die vorher auf den Kranken wirkten, und woraussich ein wahrscheinlicher Schluß ziehen läßt, was siewohl bewirkt hätten, auch auf alle Erscheinungen undSrankheilszufälle, die vorher da gewisen sind, und die
oft
") 3e mehr man fortfährt, mit jeder neuen Theorie »u» die Na-me» der Thinge zu ändern , desto nöthiger wird eine solcheSynonymik der Krankheiten (so wie man's bey den Namen«»»erändenmgen in der Chemie, Naturgeschichte, Anatomie le.gemacht hat). Sonst geht uns die ganze Erfahrung der altenWelt bloi durch Unkunde der Namen »erlorcn. So z. B. istio§, was die Alte» Kälte, Iul«ms>er>«» leiz,!, nannten, dasnämliche, was nachher äwni«, l'o'por, und i» den neustenZeiten Asthenie heißt. Was jetzt Typhus heißt, finden wir «n>tcr den Namen?«l,i's n«;ol» pulric!«, 5^n»«Ku« »uti«,k'ewi« m:Iiß!>,, pl>N!l«nt2li, , petecl>i2l!« st". Es konn-te sich jemand ein großes Verdienst um die Heilkunde und dieBeiiüßung der medizinischen Literatur erwerben, wenn » ein«solche Synonymik mit Sichkennlniß bearbfitete.