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also im Ganzen genommen, möglichst zu vermeiden,weil sie uns eines Theils die Kenntniß der bestimmtenWirkung des Heilmittels, andern Theils aber auch diebestimmtere Erkenntniß von der Natur der Krankheiterschwert, die sich oft erst durch die Wirkung der Heil»Mittel darauf ergiebt. Auch kann gar leicht die ganzeWirkung eines gemischten Arzneymitlels durch die vielendarinnen enthaltenen und sich ganz entgegengesetztenHeilmittel völlig aufgehoben werden, so daß die Wir,kung einer solchen Zusammensetzung von erhitzenden undkühlenden, laxierenden und verstovfenden Mitteln zuletzt^ Q ist, und sich oft auf folgende Gleichung reducirenläßt, -j-2^-2^-6 — Z-4-4 — 7-^0.Solche überhäufte bunte Formeln verrathen und bildenschwankende ungewisse Aerzte. Die Hauptregel bleibtdaher immer: man sey so einfach wie möglich (beson»ders im Anfange der Praxis) in der Zusammensetzung.
Aber es kann Fälle geben, wo die Zusammen»setzung sehr heilsam und nothwendig, ja, wo sie ebender Beweis der größten, selbst alle Feinheiten der An-wendung kennenden Kunst ist. Diese Falle lassen sichauf folgende Klassen bringen:
i. Wenn wirklich mehrere Krankheitszustände kom»plicirt sind, die auch mehrere Mittel erfordern. Hier,bey aber ist erst wohl zu untersuchen, ob diese Krank»sMszustande wirklich oder nur scheinbar verschieden, undim erster« Falle, ob sie für sich bestehend, oder vonein-ander abhängend (z. 4Z.) sind, in welchen beyden Fäl<lcn sie auch ohne komponirte Behandlung gehoben wer«den können. Daher der jüngere Praktiker, der de»Schein von dem Wesen noch nicht abzusondern gelernthat, weit leichler in komponirte Heilmethoden verfällt,als der erfahrne, auch mit zunehmender Vollkommen»heit der Kunst überhaupt die Komplikationen der Kur,und die Kontraindikationen immer mehr abnehmen müs-sen.