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§. 4l<
Jede Krankheit ohne Ausnahme durchläuft gewisseVeränderungen, die in der Natur der Krankheit selbstihren Grund haben, und die Dauer und den Verlaufder Krankheit bestimmen. Es sind dies die verschiede-nen Grade der Intensität und Ausbreitung, die dieKrankheit durchlaufen muß, um von dun leisesten An»fange zu ihrer Höhe und von d>» wieder auf den Punktder Gesundheit zu gelangen. Man nennt sie die Sta-dien der Krankheit. Sie sind folgende:
l. Der Zeitpunkt der Vorboten oder der Unpaß»lichkeil ( 8t«cl. pro^l-omorum ). Der Zeitpunkt, wo dieUrsachen der Krankheit schon anfangen, Störungen derFunktionen zu bewirken, aber noch nicht in dem Gra-de, daß dadurch die wesentlichen Phänomene der Krank»heit selbst hervorgebracht werden. Die nächste Ursacheder Krankheit fängt sich an zu bilden, ist aber nochnicht vollendet. — Dies Stadium kann zuweilen ganzfehlen, zuweilen deutlicher, zuweilen undeutlicher aus«gedrückt seyn. Ganz fehlen kann es. <vrnn die Krank«heit durch eine schnell wirkende Gtlegenpeilsursache ineinem gesunden Körper erzeugt wird, z. B. durch einemechanische Verletzung, durch eiu Gift, Konlagium.Undeutlich und nicht in die Sinne fallend kann es sepn,wenn sich die Krankheit in einem Körper bildet, der ei»nen hohen Grad von Unempfindlichkeil hat, oder wenngar die Krankheit von einem E/cesse der Krafläußerungherrührt ( ein entzündlicher Zustand ist), wo also dasStadium der Voibolen unter der Gestalt eiallirler Le,benSoerrichlungen, und also des höchsten Wohlbefindensvorkommt. Daher die gewöhnliche Bemerkung, daßgerade, wenn einem so äußerst wohl ist, oft eine Krank»heil nahe bevorsteht, indem eben schon dies äußerst er«höhle Lebensgesühl der Vsldole einer sthenischen »ffek»lion ist, 2.
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