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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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2. Wenn die Kmart, indem sie die Krankheit hei'let, auf die Lebensopriation im Ganzen uachlheiligwilkt.

Dies kann geschehen, indem entweder die Kurüberhaupt angreifender ist, als die Krankheit. JedeKur ist ja eine künstliche Krankheit (§.2,.), sie kannalso das Leben mehr angreifen als die natürliche, unddann hat der Patient, ob er gleich sein? Krankheit loswird, für seine Lebensoperalion und Dauer mehr oer»loren als gewonnen. Dahin gehört. wenn man kleineUebel durch große Mitlei. Opium «. hebt, wenn mandie zu schwächende oder überreitzende Methode zu sehrliebt, wodurch man zwar die Krankheiten hebt, aberdabey mehr Lebenskrast des Kranken aufzehrt, als ihmdie Krankheit an und für sich gekost,« haben würde.Um ein recht anschauliches Beyspiel zu geben, wennman, um Hünelaugen zu kunren , den Kranken 4 Wo-chen lang im Bette liegen und schwitzen läßt.

Ode» es kann dadurch geschehen, daß die Kur,indem sie 5>ie Krankheit wirklich heilt, ein edles undzum Leben hochstnötbiges Organ so verleßt, daß da»durch die davon abhängende Lebeneoperalion geschwächtoder verkürzt wnd. Dahin gehört die zu weit getriebe-ne gastrische Methode. die man gegen so mannichfalti»ge Krankheiten (in den neuesten Zeiten gegen sthenische)anzuwenden pflegt, und oft nicht dabey bedenkt, daßman dadurch das Verdauungssystem, die w'chtigsteQuelle aller Lebensrestauralion, auf lange Zeit, jaoft immer, so destruirt, daß dem Leben im Ganzen da-durch ein merklicher Abbruch geschieht. Dasselbe giltvon zu heftigen Angriffen der Lunge und anderer Organebey dem Heilverfahren. Hierbei) ist vorzüglich die Rück-sicht auf den individuell schwacher« Theil des Subjektszu beherzigen, welche? am leichtesten das /^rium monis( die Todespfotte) werden kann.