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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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besondere aber geholt die Rücksicht auf Idiosynkrasie undden schwächern Theil hierher. Es eMirl fast fein In>dioiduum, was nicht seine individuelle Id^osyntlasie,<d. h, eine specifische Art, gewisse Reiße aufzunehmen,und darauf zu reagircn) und seine individuelle Lokal-schwache bot. Dies glVbt oft die beste Erklärung derKrankheitsenlstehung, indem die Idiosynkrasie häufig dieForm, und die Lokalschwache den Sitz der Krankheitbestimm« und veranlaßt, und zugleich die beste Anlei-tung zur Kur, indem die Idiosynkrasie manche Nitlelund Methoden (gefttzt auch, daß sie durch die Krank-heil völlig indicin wären) in diesem Subjekte autschließt(es giebt Idiosynkrasien gegen das Opium, den Kam-pfer, die Klystiere, die Haut reißenden Mittel), man-che in diesem Subjekte besonders hülfreich und wirksammackt; die Lokalschwache hingegen uns nöthigt, dieBesck'UHung und Er'wltung dieses am meisten krank»heitsfa'hiien Theils, besonders, wenn es ein edler ist,zum Gegenstand unserer praktischen Sorgfalt zu machen.Es entsteht hieraus die wichtige Regel der Pra-xis : die Krankheit möglichst zu generalistren (sie aufdie einfachsten Olundgallungen zu rcduciren), den Kran-ken aber möglichst zu ii'dividuallslren) (das Eigenlhüm»liche des Individuums äußerst genau herauszuheben undzu bestimmen). Das letztere giebt vorzüglich die feinereModifikation und Präcision der PraM, wodurch sie sicham vollkommensten den Bedürfnissen der leidenden Na»lur anschmiegt, und diese Eigenschaft ist es Hauptfach«lich, welche nur praktische Uebung, und ein dadurchenistehender praktischer Takt geben kann.

§. 39'

Man uü:ss ferner bey jede» Heilung Krankheit undLeben wohl unterscheiden. Etwas anders ists Krankhei-ten heilen und «?as Lebin erhallen. Bey der Krank-heit