69
Diese Aufhebung der nächsten Krankheitsursachekann nun ausfolgende Weise bewirkt werden:
i. Indem man die entfernten Ursachen aufhebt.Dies ist immer der erste uud gründlichste Weg, denman einschlägt, denn
Einmal, dadurch wird auch mehrenlheils die näch-ste Ursache aufgehoben, die nur das beständige Produktjener entfernten Ursache ist. Und man bedarf also zurganzen Heilung nichts weiter, als die Hebung der ent-fernten Ursachen, z, B. Schwach? ist die entfernte Ur»sacke des Wechselfiebeis, Wurmreitz die entfernte Ursa-che eine» Epilepsie, so ist oft zur ganzen Kur nichts wei-ter nöthig, als im ersten Falle zu starken, im letzterndie Würmer wegzuschaffen.
Iweycens, wenn auch die Hebung der entferntenUrsachen noch nicht im Stande ist, die nächste Ursacheder Krankheit, und folglich das Ganze zu heben, sowird es doch erst dadurch möglich, die nächste Ursacheunmittelbar mit Succeß und dauerhaftem Erfolge anzu-greifen. Denn g'sttzt auch, wir könnten die nächsteUrsache unmittelbar heben, so wird sie doch, wenn dieentfernten Ursachen nicht gehoben sind, und zu wirkenfortfahren, über lang oder kurz wieder erzeugt, und dieKrankheit wird wieder entstehen: es ist folglich keinegründliche und dauerhafte Heilung.
2. Indem die nächste Ursache unmittelbar ange-griffen und bezwungen wird. Z. B. bei) der Epilepsie,bey dem Wechselst,ber die anomalische Wirkungsart desNervensystems selbst durch Anlispasmodika, Narkolika,Oegenrrihe, beym Blutsluß der zu schwache Widerstandder Gefasst durch Adstringentia, mechanischen Druck lc.
Dieser Heilwcg tritt ein:
Erstens, wenn die nächste Ursache schon so ein-gewurzelt, schon so sehr ein Eigenthum des Organis-mus selbst geworden ist, daß sie auch, und folglich tue
Krank,