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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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und Struktur umgeändert werden, und diese Umände«rung die Heilung bewirken, in so fern der Grund derKrankheit oder wenigstens ihrer Fortdauer in dem Zu»stände der organischen Materie liegt, und in so ferndie Krankheit die Hauptmomenle, wodurch der Zu»stand der Materie bestimmt wird < Aufnahme von außen,Temperatur, Grad und Qualität der Lebensthätigkeit,verändert.

l. Jede anomalische Erregung ist mit einer Mi»schungsoeränderung verbunden, jede krankhafte Thalig»lcit mit einer krankhaften Mischung. Dieser Grundfeh»l» der Mischung (die materielle nächste Ursache derKrankheit) kann durch die Aeußerungen der Krankheilselbst und die dadurch bewirkten neuen Mischungsoer-änderungen und chemische Processe vermehrt, aber auchvermindert und aufgehoben werden» So heilen sichfieberhafte und andere Krankheilen von selbst, in sofern sie selbst nach und nach der organischen Materieihre Integrität wieder geben, und es ist keine Krisisohae diese materielle Verbesserung denkbar. Ebendaher erklärt sich auch der große Nachtheil der gestör-ten Krisis oder der supprimirten Krankheilsäußerun-gen, weil dadurch dieser materielle Verbcsserungspro-reß gehemmt wird, der zur gründlichen Kur durchauserforderlich ist. So ist eben die erhöhte Thätigkeitin vielen Fallen das einzige Mittel zur Verbesserungeines materiellen Fehlers, der Stockung, der fehler»haften Bindung, der Beymischung eines schädlichenStoffs; so wie d«r durch die Krankbeit selbst erfol°gende Nachlaß das Mittel zur Wiederanhäufung derMaterie, zur Erneuerung, Bindung und Wiederhol«stellung der Stoffe und ihrer Produkte wird.

2. Indem durch die Krankheit der Zugang vonaußen verändert wird, indem nämlich manche Krank»heit den Appetit benimmt, manche ihn ungewöhnlich oer»

mehrt,