Bemerkungen über die Membran der Kryptogamen.
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mit verd. Salzsäure ausziehen läßt. — Desniidiaceenmembran kannmit Fuchsin, Methylviolett und Bismarckbraun gefärbt werden beiNachbehandlung mit Kaliumazetat. Die Färbungen werden an dendurch Druck von den Protoplasten befreiten Zellen (lebendes Material)vorgenommen (Lütkemüller, Lit. S. 587, 2 )- — Die Membran derDerbesien besteht aus 2 Substanzen, die sich durch konz. Schwefel-säure voneinander unterscheiden lassen und besonders deutlich beinachfolgendem Zusatz von Chlorzinkjod hervortreten (Lit. S. 482, 2 ).Die Wände von Haematococcus sollen keine Zellulose führen. DieZellulosereaktion mit Jodschwefelsäure soll durch gelöste Stärke vor-getäuscht werden (Wollenweber, Lit. S. 482). Auch den Siphoneenund Characeen soll ein eigener Membranstoff zukommen 1 )- Nur diejüngsten Sproßspitzen geben einwandfreie Zellulosereaktionen. AltereMembranen reagieren weder auf Zellulose noch auf Pektin. Holz undKork fehlt. Chlorzinkjod und Jodschwefelsäure färben braun bis rot-braun, Kongorot färbt nicht. Färbungen geben Safranin. Gentiana-violett, Crocein, Methylenblau (nicht mit Säurealkohol auswaschbar)und Jodgrün (leicht auswaschbar). — Auch die Membransubstanz vonCaulerpa ist unbekannter Natur; sie löst sich nicht in Kupferoxyd-ammoniak und in 12% Natronlauge. Alle Caulerpa- und einige Bry-opsis-Arten geben mit konz. Schwefelsäure bei nachfolgendem Aus-waschen mit Wasser Sphärite. Diese sind doppelbrechend, nehmen100—300% Wasser auf, werden mit Jod gelbbraun und zwar von Jod-schwefelsäure gleichzeitig gelöst, von Chlorzinkjod verquollen. Sielösen sich in 12% Natronlauge, konz. Essigsäure und Kupferoxyd-ammoniak, sind aber unlöslich in Eau de Javelle 2 ). — Hingegen kommtin Phaeophyceen Zellulose vor. Außerdem findet sich in Fucus vesicul.und Sphaeroc. crisp. ein Kohlehydrat, Fucin, das sich bei 300" inWasser löst und sich mit Jodkalium und 1 % Schwefelsäure blau färbt.Es kommt vorzüglich in der Mittellamelle vor. Setzt man einem mit1% Jodschwefelsäure gefärbten Schnitt (der Blaufärbung in der Mittel-lamelle zeigt) 76% Schwefelsäure zu, dann wird die Färbung umge-kehrt, die fucinhaltige Mittellamelle wird farblos, die Zelluloselamelle blau.- Corallineen färbt K. Yendo (Ztschr. wiss. Mikr., 1904, XXI, 260)nach Entkalkung mit Hämatoxylin-Fuchsin. Die Genicula-Membranbesteht aus Gelose und Zellulose, erstere muß vor der Zellulosereaktionentfernt werden. — Die Membranen der höheren Pilze führen Chitin(S. 606), Callose (S. 556) und wohl noch weitere unbekannte Polysac-
') B. Debski, Weit, Beobachtungen an Cham fragilis Desv., Jahrb. f. wiss.Bot., 1898, XXXII, S. (135.
*) C. Correns, Membr. v. Caulerpa, Ber. bot. Ges., 1884, XII, S. 355.
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