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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Die Zellmembran.

stanzen, Hinze, Lit. S. 68,, u. Ber. bot. Ges., 1903, XXI, S. 309.)Ahnlich verhält sich die Wand von Thiophysa volutans.

Für die Cyanophyceen gibt Hegler (Lit. S. 515, i) Chitin an, Kohl(Lit. S. 515, i) Chitin und Zellulose, van Wisselingh und Westerfanden weder Chitin noch Zellulose.

Nach Wittlin (Lit. S. 490, 3 ) sollen der Pilzzellulose (also dem Chitin)nahestehen die Raphidenhüllen; sie reagieren nicht mit Jodschwefelsäureund sind durch eine Pektin Substanz untereinander verkittet, die sichin Kaliumchlorat-Salpetersäure löst. Das Auftreten von Pilzzellulosein Phanerogamen erscheint fraglich.

Bemerkungen über die Membran der Krj ptogamen.

Die Ansichten über die Natur der Membranen der niederenPflanzen stimmen in den meisten Fällen wenig überein. Bei denMyxomyceten sollen die Sporangienwände und die Capillitiumfasernim jugendlichen Zustande Zellulose führen (Trichia, Lycogala, Arcyria,de Bary, Lit. S. 140, 5, Stemonitis, Comatricha, Jahn, Lit. S. 609, 1).Sie verändern sich später. Holz und Chitin ist nicht nachweisbar.Für Didymium gibt van Wisselingh (Lit. S. 552, 1) Zellulose an. -Bakterien führen Chitin (S. 609). Der Chitingehalt der Cyanophyceenist fraglich. Diatomeen: Der nach der Entfernung der Kieselsauremit Fluorwasserstoffsäure (S. 106) zurückbleibende Anteil der Diatomeen-membran reagiert nicht auf Zellulose. Er besteht wahrscheinlich ausPektinsubstanzen 1 ). Vor der Pektinreaktion muß die Kieselsäure ent-fernt werden durch 24 stündiges Behandeln mit 50 % Salzsäure undchlorsaurem Kali. Der Rückstand wird (Zentrifugieren) gewaschenmit: 1. absol. Alkohol, 2. einer sirupdicken Lösung von Kalium inAlkohol, 3. Weingeist, 4. absol. Alkohol, alsdann kommt er in 3% Bor-säure und wird mit Rutheniumrot gefärbt. Zum Studium werden dieZellinhalte mit Eau de Javelle und Alkohol entfernt, dann wird mitalkohol. Methylviolett gefärbt, schließlich Nelkenöl, Balsam oderStyrax 2 ). Peridineen sollen Zellulose führen. Die Zellulosereaktiontritt (Membranleisten) erst nach Vorbehandlung mit Kalilauge oderSäuren ein (Lit. S/441, ( ). Auch Klebs (Lit. S. 552, 2 ) gibt für dieMembran gallertbildender Algen, die mit Kongorot, konz. Jodjod-kalium, Chlorzinkjod und Jodschwefelsäure reagiert. Zellulose und einechemisch noch unbekannte" Substanz (Hemizellulose.') an, die sich

') L. Mangin, Observation sur Les Diatomees, Ann. sc. nat. bot. 1!I0H,ser. IX, VIII, S. 177.

') W. Benecke, Farblose Diatomeen d. Kieler Förde, Jahrb. f. wiss. Bot.,1900, XXXV, S. 535.