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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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A. Allgemeiner Teil.

Das Untersuchungsinaterial.

Zu mikrochemischen Studien läßt sich nicht nur lebendes undin geeigneter Weise lebend fixiertes und gehärtetes Material,sondern in vielen Fällen auch konserviertes (Alkohol, Formaldehyd),sowie getrocknetes (Drogen- und Herbarmaterial) verwenden. Überalldort, wo es sich um den Nachweis von Körpern handelt, die im Zell-saft gelöst sind (und das sind die meisten mit Ausnahme der organi-sierten Zellbestandteile), ist lebendes Material vorzuziehen, sehr oftunbedingt notwendig. Im allgemeinen wird der Mikrochemiker in bjekten und Präparaten auf größere Mengen an reagierenden

der Che 11 rechnen können > als es nach den quantitativen Befundenmie en Anschein hat, denn die chemische Isolierung der meistenKörper ist mit großen Verlusten verbunden. Hier ist ein Vorteil ge-geben der jedoch durch verschiedene Umstände sehr eingeschränkt wird.

Selbst lebendes Material verlangt Beachtung verschiedener Fak-toren. Es ist wohl selbstverständlich, daß das Vegetationsstadium derPflanzen und das Alter der untersuchten Organe zu berücksichtigenist und daß die Literaturangaben, falls nicht ausdrücklich etwas anderesvermerkt ist, sich nur auf gesunde Pflanzen und Pflanzenteile beziehen.Glykoside sind in ausdauernden Gewächsen vor dem Austreiben derKnospen in größeren Mengen gespeichert, während der Vegetation er-folgt zuweilen eine Zunahme (Syringin), in anderen Fällen nicht(Hesperidin). Sie können in lebenden Pflanzen durch Pilze zersetztwerden (Convallaria majalis) und in etiolierten Blättern geschwundensein (Blausäureglykosid in Prunus laurocerasus). Die Tageszeit derEinsammlung kann ebenfalls die Untersuchung beeinflussen. In derNacht findet bei den von Weevers untersuchten Glykosiden eine Ab-wanderung des glykosidischen Zuckers statt, am frühen Morgen trifftman in den Blättern nur den zuckerfreien Spaltung an. Da wir nur

Tu nmann, Pflanzenmikrochemie. 1