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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Die Zellmembran.

die nach dem Abwischen von neuem gebildet werden können (Rizinus, Rubusbiflorus, Macleya cordata, nicht bei Sedum- u. Echeveria-Arten, Tittmann,Lit. S. 599 ob.), wachsen durch Intussuszeption. Die klebrige Substanz derPollinien der Asclepiadaceen soll nach Dop (Compt. rend., 1902, CXXXV, 710)Wachs sein.

Wir unterscheiden 3 Typen der Wachsausscheidungen (de Bary): 1. Körn-chenüberzug, Liliaceen, Gramineen, Cruciferen, Umbelliferen, Rosaceen u. a.);2. Stäbchenüberzug (Sorghum, Saccharum, Musa, Strelitzia); 3. Krusten (Taxus,Euphorbien, Copernicia, Ceroxylon, Myrica u. a.). Wachsausscheidungen ver-ringern die Transpirationsgröße, verhindern eine dauernde Benetzung, erschwerendas Aufkriechen schädlicher Insekten; das epidermale Wachs der Myrica-Früchtedient wahrscheinlich als Anlockungsmittel für Tauben (Samenverbreitung). Die

Wachsüberzüge der Blattunterseiten vieler Koni-feren sollen nach Erimmel 1 ) einen Lichterspar-nisapparat bilden.

Pflanzenwachse sind Verbindungen der Fett-säuren mit ein- oder zweiatomigen höheren Al-koholen.

Die epidermalen Wachse, seien esKörner, Stäbchen oder Schichten, sind impolarisierten Lichte stark doppelbrechend(Wiesner 2 ). Die Präparation kann mansich bei verschiedenen Reaktionen durchBenutzung von Flächenschnitten erleichtern.Die Körnerschicht zeigt in Flächenansichtkleine Körnchen, die Stäbchenschicht feine,meist gekrümmte Stäbchen, die homogeneKrustenschicht oft Quer- und Längsrisse,wodurch sie gefeldert erscheint (die Feldererstrecken sich über ganze Zellkomplexe). Um bei der Herstellung vonQuerschnitten die Stäbchenschicht nicht zu verletzen, muß man die Ob-jekte freischneiden, oder sie nur auf einer Seite an Holundermark anlegen.Da Wachs von Wasser nicht benetzt wird, von dicht stehenden Stäbchenüberdies Luft zurückgehalten wird, so beobachtet man in 7090 u / 0Alkohol. Fügt man den Präparaten alkoholische Farbstofflösungen vonFuchsin, Sudan III, Alkannin zu, dann färben sich die Wachsausscheidun-gen. Allerdings findet zugleich eine Färbung der Kutikula statt, doch sindstets Farbendifferenzen wahrnehmbar. Beim Erhitzen der in Wasser

Kg. 185. Aloe (Blatt. Flächen-ansicht): durch absoluten Alkoholsind Anteile des Wachses heraus-gelöst, die unlöslichen Anteile bil-den sphkrokristallinische Massen(Tun mann).

') F. v. Frimmel, D. untere Kutikula d. Taxusblattes ein Licht-reflektor, Östr. bot. Ztg., 1911, LXI, S. 216.

2 ) J. Wiesner, Beobachtungen über die Wachsüberzüge der Epidermis,Bot. Ztg., 1871, XXIX, S. 769 u.: Über die kristallinische Beschaffenheit dergeformten Wachsüberzüge pflanzlicher Oberhäute, Bot. Ztg., 1876, XXXIV, 225.