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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Die Zellmembran.

starkwandigen Endospenn von Phytelephas gelingt erst nach monatelanger Salzsäure-behandlimg, gar nicht bei Hvphen verschiedener Polyporus-Arten und beim Kork.Die Zerfallsprodukte verholzter Membran geben Ligninreaktion, die von Zellulose-membranen Zellulosercaktionen. Diese Theorie hat wenig Zustimmung gefunden.Pfeffer (Energetik, Sachs. Ak. Abb., 1892, XVIII, 151) konnte künstlicheZellulosehäute (Kollodium) in Dermatosomen zerlegen. Die Dermatosomen hältFischer für Zertrümmerungsprodukte, Zimmermann für die dichtesten Partiender Membranen, Correns für vorgebildet.

Die pflanzlichen Membranen wachsen durch Intussuszeption unddurch Apposition. Beim Studium über das Wachstum der Zellwändeist es vorteilhaft die neugebildeten Membranlamellen von den älterenmit Sicherheit unterscheiden zu können. Hierbei muß naturgemäß inerster Linie dafür gesorgt werden, daß die Lebenstätigkeit der membran-bildenden Zellen nicht gestört wird. Das kann auf verschiedene Weiseerreicht werden.

So läßt sich Neubildung von Membranen bei jenen Pflanzen be-obachten, bei denen der Plasmakörper nach erfolgter Plasmolyse durchkonz. Zuckerlösung nicht zugrunde geht 1 )- Das beste Versuchsobjektist Vaucheria 2 ); hier tritt in 10 °; 0 Glykoselösung Neubildung derZellhaut bereits innerhalb 1 Stunde ein. Weitere Objekte bildenZygnema-, Mesocarpus-, Oedogonium-Arten. Die Blattzellen von Funariaund Helodea brauchen 810 Tage zur Neubildung. Gute Resultateliefern gekochte und filtrierte Lösungen von 1620 % Rohrzucker und10 °/ 0 Glykose, in denen sich Pilze und Bakterien zu langsam entwickeln,um störend zu wirken. Zusatz von 0.01 % Kongorot 3 ) zur Zucker-lösung läßt die neugebildete Wand gleich bei der Entstehung scharf her-vortreten. Der Farbstoff stört nicht die Lebenstätigkeit der Zellen, fördertdas Dickenwachstum und bringt das Flächenwachstum zum Stillstand.

In ähnlicher Weise wurden von Noll (Lit. S. 482,2) bei MeeresalgenEisenfärbungen der Membran erzeugt, ohne die Lebenstätigkeit derbetreffenden Algen zu schädigen. Die bei weiterer Kultur sich neu-bildenden Membranen sind farblos und die ursprünglich gefärbtennehmen bei weiterem Wachstum durch Intussuszeption eine hellereFärbung an. Die Algen gelangen auf einige Sek. in eine Mischungvon 1 Seewasser + 2 Süßwasser, dem soviel Ferrocyankalium zugefügt

n ) (t. Klebs, Beitr. z. Pbys. d. Pflanzenzelle, ünt. bot. Inst. Tübingen,1888, II, 489.

2 ) Schon von E. Strasburger benutzt (Stud. üb. Protoplasma, Jen. Ztsclir.f. Naturw., 1876, X, 415).

") Kongorot wurde bei Ohara foetida (Rhizoiden) u. Lepidium (Wurzeln)von Zacharias benutzt (Wachst, d. Zellhaut b. Wurzelhaaren, Flora, 1891,LXXIV, 467), Einwirkung 30 Min.