Die Zellmembran.
541
thunbergiana fand, „daß zuweilen die Verdickungssclnchten sich nichtlückenlos aufeinanderlegen, sondern freie Räume zwischen sich lassen,in denen sich zuweilen Plasma findet". Mikrochemische Einzelheitenfehlen. Weitere Prüfungen in dieser Richtung sind anzuraten. Wahr-scheinlich eignet sich hierzu eine entwicklungsgeschichthche Unter-suchung der sog. Doppelhaare 1 ).
Die oben erwähnten aromatischen Einlagerungen in unverholenMembranen lassen sich durch die Diazo- und Nitritreaktion vonRaciborski 2 ) nachweisen, Reaktionen, die an einem großen Materialsystematisch erprobt werden sollten. Die Nitritreaktion ist eineUmkehrung der Diphenylamin-Schwefelsäure-Reaktion (S. 82). DieSchnitte gelangen in 10 % Natriumnitrit, dann auf höchstens 1 Mm.in 10<y 0 Schwefelsäure und schließlich in 10-20 »/ 0 Natriumkarbonat.Der vorzugsweise in der Mittellamelle entstehende Farbstoff ist haltbar,in Alkohol unlöslich und läßt Anfertigung von Dauerpräparaten zu.Umständlicher ist die Diazoreaktion, weil die Herstellung einerfrischen Diazolösung^) jedesmal erforderlich ist. Bei dieser werdendie Präparate in einem Uhrgläschen in etwa 10-20 % Natriumkarbonatgebracht und einige Tropfen Diazolösung aufgetropft. Auch hierbeientsteht die Färbung sofort, ist haltbar und gut lokalisiert.
Die Anwesenheit von Plasma in der Zellwand hat Wiesners Dermato-somentheorie (Lit. S. 540, i) zur Voraussetzung. Die Hauptmasse der Zellwandsoll aus kleinen, runden organisierten Gebilden bestehen (Dermatosomen) d.e solange die Zellwand wächst, durch feine Plasmastreifen verbunden sind. D. . üei-
matosomen, die aus Myomen des *«*—J2"£><£?£Ä
weist er mit dem „Zerstäubungsvertahi en naen. i^ie v j24Std. in einer « /o .Salzsäure belassen und nach Absaugen de.anhafteuenFlüssigkeit auf 50-60« (kleinere Objekte auf ^V^m"^Druck lassen sich dann die Membranen in ein höchst fernes Pulver ■* re.be.Versuchsobjekte sind: Lein-, Hanf-, Jntefasern, ""T^!*** ^(Tili«, Pinus), Parenchyn. (Kartoffel, Holundermark). Die Zerstäubung her dem
■> H.Solereder, Decthaare d. Pin.ntf, u. i LJJgJ-j ££*£1907, CCXLV, S. 410 u.: 0. Tunmann, An. Unt. von fingen tBerücks. d. Sekretbeh. u. Tricbome, Pharm. Zentralh, 1909, L B. W*.
'') M. Raciborski, Beiträge zur botanischen Mikrochemie, Bull, de 1 Aca
de Cracovie, 1906, S. 553. t? al >i ho rski eibt folgende
») Die Lösung hält sich nur wenige Stunden Kacibo.sk gib gVorschrift: „etwa 0 2 g p-Nitroaniliu (oder Sulfan.lsaure ode, en « der Naphtaminsulfosäuren) wird mit etwas größerer Menge Salzsäure, ven»t£ D«Jdann Wasser zugesetzt, mit Eisstücken gut gekühlt, und schl ßhwunter fortwährendem Rühren soviel Natriumnitntlosung «gm* ,£*■Jauf Jodkalistärkepapier eben die blaue JodreakUon liefert. Die LosungNatriumkarbonat keine rote Reaktion geben .