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Die Zellmembran.
braunen Färbung des Cytoplasmas. Die auf diese Weise entstandeneHautschicht spaltet sich und in der Spaltungsfläche erscheint eineTrennungsmembran aus Zellhautstoff (Studienobjekte: Pollenmutterzellenvon Lilium-Arten, von Alstroemeria chilensis, Larix europaea und Sporen-mutterzellen von Psilotum triquetrum). Die Zellhautstoffe sind somitProdukte des Protoplasmas: diese „werden, um Zellhäute zu bilden,entweder auf der Oberfläche des Pfotoplasten ausgeschieden, oderverbleiben im Innern des Protoplasten, um dort mannigfache Ausge-staltung zu erfahren. In manchen Fällen (Massulaanlagen von Azolla)wird eine gegebene Cytoplasmamasse nachweisbar ohne sichtbaren Restin Membranstoff verwandelt" (Strasburger).
Es ist daher naheliegend, daß man in den Zellhäuten nachEiweiß Substanzen suchte und besonders Wiesner 1 ) nahm Proto-plasma in der Membran an und gab Eiweißreaktionen für meristematischeund ausgewachsene Gewebe, Krabbe 2 ) für Sklerenchymfasern an.Krasser 3 ) suchte die Ansicht mit der Alloxanmethode (S. 417) zustützen. Klebs, A. Fischer 4 ) und Correns (Lit. S. 416, j) verneineneinen Eiweißgehalt der Membran. Mit Millon (kalt) werden alle un-verholzten Membranen der Bromeliaceen rot, nur jugendliche Wändereagieren nicht. Der reagierende Stoff ist gleichmäßig verteilt, besondersaber in der Mittellamelle. Die Reaktion tritt auch in Schnitten ein,die 6 Tage mit Glyzerin-Pepsin oder -Pankreatin (zur Lösung desEiweiß) behandelt waren. A. Fischer, Correns und Saito nehmenTyrosin an. Krasser hatte jedoch vor der Behandlung mit Millondie Schnitte mit Wasser ausgekocht. Der reagierende Stoff ist nochunbekannt und jedenfalls kein Eiweiß, wahrscheinlich auch kein Tyrosin.Besonders in der Mittellamelle liegen noch unbekannte (aromatische)Körper vor. Wo Schwefelsäure verholzte Wände rötet, da beginntdie Färbung in der Mittellamelle, um von dort auf die anderen Lamellenüberzugehen.
Hierzu sei ein Befund von Aisslinger"') erwähnt, der an derSpitze der Fasern von Crotalaria juncea, Parkia africana und Pueraria
') J. Wiesner, Organis. d. vegetab. Zellbaut, Sitzb. Wien. Ak., 1886,XCIEf 1, Sep. u.: Nachweis der Eiweißkörper, Ber. d. bot Gen., 1888, VI, 187.
*) Gr. Krabbe, Veg. Zellmembran, Jahrb. f. wiss. Bot., 1894, XXVI, 687.
3 ) F. Krasser, Lit. S. 417 u.: Mikrochem. Nachweis von Eiweiß in d. pfl-Zellhaut, Bot. Ztg., 1888, XL VI, 209.
4 j G. Klebs, Krit. Bern. z. Arb. von Wiesner, Biol. Centralbl., 1886, VI,449 u.: Rem. z. Arb. v. Krasser, Bot. Ztg., 1887, XLV„ 697. — A. Fischer,Z. Eiweißreakt. d. Zellmemb., Ber. d. bot. (res., 1887, V, 42:s u. 1888, VI, 118.
'") H. Aisslinger, Beitr. z. Kenntn. wenig bekannter Pflanzenfasern, Diss.Zürich 1907, S. 45.