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Anorganischer Teil.
1 / 2 Stunde lang den Dämpfen von Schwefelwasserstoff ausgesetzt.Bei grünen Pflanzenteilen sind die Färbungen nicht immer genügend klar,die Schnitte werden rasch gelb (infolge von Schwefelausscheidungen).In der Mineralogie werden noch weitere Reaktionen herangezogen,die das Eisen als Kieselfluoreisen, als Eisen-oxyduloxalat oder -sulfidfällen, die aber sämtlich im Gewebe versagen und nicht eindeutigeErgebnisse liefern. Man muß gegenwärtig die Reaktion mit Blut-laugensalz als die einzige brauchbare und einfachste ansehen. DieMethode ist dann wiederholt erprobt worden, so von Saget 1 ) undMitlacher 2 ) bei Rumex-Arten. Im Rhizom von Rumex alpinus trafletzterer Eisen im Inhalt der Gefäße und im Phloem an.
Mangan.
Trotzdem Mangan zu den entbehrlichen Stoffen gehört, ist es doch invielen Pflanzen verbreitet, wie die Befunde der Aschenanalysen zeigen. Im all-gemeinen hält sich der Mangangehalt in niederen Grenzen, in Früchten, Samen,Hölzern, Rinden finden sieh meist bis 1% der Asche. Doch kommen höhereWerte vor (Buchen- und Birkenholz 5—15%)- Am meisten Mangan führen die"Wasserpflanzen und die Blätter der Landpflanzen (Thea, Strychnos, Sarothamnusscoparius), besonders der Hopfen ist manganbedürftig. Doch schwanken auchhier die Verhältnisse selbst bei sehr nahe verwandten Pflanzen; Digitalis purpureaführt 9,02% Mangan in der Asche, D. lutea und ambigua sind manganfrei.Manganliebende Pflanzen sind kalkscheu. Werden Eisenbakterien mit Mangangefüttert, dann schwellen ihre Scheiden stark an. Über die physiologische Be-deutung des Mangans, das häufig Enzyme hegleitet und in anorganischer undorganischer Bindung auftritt, sind wir nur mangelhaft unterrichtet 8 ). Bertrandbezeichnet es als ein katalytisches Düngemittel 4 ).
In der reinen Mikrochemie stehen zum Mangannachweis ver-schiedene Reaktionen in Anwendung. Schon Haushofer r> ) fällte ausLösungen von Manganoxydulsalzen mit Oxalsäure Manganoxalate, diesich beim Eintrocknen der Flüssigkeiten in Form von sternartig grup-
1 ) P. Saget, Etüde de botan. et chim. de Rumex crispus, These, Mont-pellier L908.
2 ) W. .Mitlacher, Über eine Verfälschung von Radix Gentianae mit demWurzelstock von Rumex alpinus L., Zeitschr. d. öst. Apoth. Ver. 1909, LIII, Nr. 42.
3 ) Vergl. jedoch: G. Gola, Studi sulla funzione respiratoria nelle pianteaequatiche, Ann. di Bot., 1907, V, S. 441 und J. Stoklasa, Die phys. Bedeutungdes Mangans und Aluminiums in der pflanzlichen Zelle, Compt. rend., 1910, CLI1,S. 1340.
4 ) Spuren von Mangan im Boden fördern das Gedeihen der Pflanzen(G. Bertrand, Vortr. Congr. Angew. Chem., New York 1912).
*) K. Haushofer, Mikroskopische Reaktionen, Braunschweig 1885, S. 96.