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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Eisen.

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Magnesia-Reaktionen erhält man oft in Pollenkörnern (Althaearosea, Cucurbita pepo), im Inhalte der Siebröhren und in Milch-säften. Hohen Magnesiumgehalt gibt Schimper für die Milchsäftevon Lactuca virosa, Ficus elastica, Euphorbium und Ammoniacum an(Opium und Olibanum gibt keine Reaktion), und Molisch 1 ) für Euphorbiamammilaris und Galactodendron utile. Wenn wir ferner das harzig-ölige Sekret der schizogenen Gänge isolieren und durch Ammoniak-zusatz stark alkalisch machen, so erhält man teils sofort, teils erst beinachfolgendem Zusatz von Natriumphosphat typische Magnesiakristalle.Von 26 untersuchten Sekreten (Coniferen, Compositen und Umbelliferen)gaben 9 schon bei Zusatz von Ammoniak, weitere 7 erst bei nach-folgendem Phosphatzusatz Magnesiareaktion. Demnach fehlen Phosphateim Sekret öfters, während Magnesium meist zugegen zu sein scheint(Fig. 33).

In Agarabkochungen entstellen Magnesia-Ammoniumphosphate möglicher-weise durch die Tätigkeit von Pilzen (Eschbauni 8 )) oder durch Austrocknung(Kichter 8 )).

Eisen.

Eisen ist nicht nur für grüne Pflanzen, sondern auch für Pilze unentbehrlich.Wir wissen aber wenig über die Form, in der es in den Zellen auftritt, ob esin organischer Bindung allgemein verbreitet ist (nukleinsaures Eisen). Ebensowenig geklärt sind die Aufgaben dieses Elementes. Es ist bekannt, daß bei Eisen-mangel die grünen Pflanzen bleichsüchtig, chlorotisch, werden und daß Zufuhr vonEisen die Chlorose zu heilen vermag. Doch fehlt Eisen dem Chlorophyllfarbstoff.Bei den Eisenbakterien und vielen Algen (Euglenen, Oscillarien, üedogonien u. a.)sind die Membranen und Gallertscheiden mit Eisenoxydhydrat imprägniert, wo-durch die Pflanzen eine gelbe, oft last Bchwarae Farbe erhalten, und die rost-braune Färbung des Thallus mancher Flechten rührt von Eisenoxydulverbindungenher, die zuweilen in Form kleiner Körnchen den Hyphenmembrancu an derAußenseite aufgelagert sind; bei einigen Algen sind Eisenansscheidungen auch imZellinhalte. Im allgemeinen ist der Gehalt an Eisen, den Aschenanalysen zufolge,ein geringer. Wasserpflanzen zeichnen sich durch hohen Gehalt an organischenund anorganischen Eisenverbindungen aus. Abnorm hoher Eisengehalt findet sichin den Fruchtschalen von Trapa natans. Durch geeignete Düngung mit Eisen-Karbonat, -Phosphat u. a. kann der Gehalt sehr gesteigert werden, so daß mansogar auf diese Weise gewonnene stark eisenhaltige Drogen (Spinacia, Runiex) alsArzneimittel empfahl. Eisendünguug ist von Einfluß auf die Farbe der Blüten

*) H. Molisch, Studien über den Milch- und Schleimsaft der Pflanzen,Jena 1910.

) F. Eschbaum, Kristall. Ausscheidungen in Nährböden, Ber. deutsch.Pharm. Ges., 1902, XII, S. 177.

8 ) O.Richter, Zeitschr. f. wiss. Mikr., 1906, XXII, S. 209.