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Anorganischer Teil.
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Die Kristallformen sind in Fig. 24, S. 88 dargestellt. Pfeffer isolierte dieGloboide und versetzte sie unter Deckglas mit einer ammoniakalischenLösung von Chlorammonium und phosphorsaurem Ammoniak.Schimper(Lit.S.7(i,3) benutzte später eine mit etwasChlorammoniumversetzte Lösung von Natriumphosphat. Die Präparate, die vorhernicht gewässert haben dürfen, werden direkt mit dem Reagens versetzt,worauf sich phosphorsaure Ammoniak-Magnesia in den Zellen in Formcharakteristischer, sargdeckelförmiger Kristalle abscheidet. Wenn manin gleicher Weise die Asche einiger Präparate behandelt, dann bildensich überwiegend X-förmige Kristallskelette.
Die Kristallformen sind wesentlich von der Menge des Magnesiumsabhängig (vergl. Fig. 33). Bei Gegenwart größerer Quantitäten ent-stehen überwiegend Sterne, deren Strahlen federartig ausgebildet sind.
In vielen Fällen sind übri-gens die zur Kristallbildungnötigen Phosphormengenim Gewebe zugegen, sodaß allein Ammoniak-zusatz Bildung von Ammo-niummagnesiumphosphatveranlaßt. Die Ammoniak-reaktion zeigt neben Phos-phaten auch Magnesium an.Die eingehenden kriti-schen Nachprüfungen dergebräuchlichen Methoden durch 0. Richter 1 ) haben ergeben, daß derNachweis als Magnesiumammoniumphosphat immer noch der beste ist,wozu sich auch Natriumammoniumphosphat bei Gegenwart von Ammo-niak benutzen läßt. Diese Methode benutzte auch Czapek (Lit. s. Kalium,S. 108, i) zum Nachweis von Magnesia in den Ausscheidungen der Keim-würzelchen. Zur Kontrolle können herangezogen werden: Ammonium-oxalat mit und ohne Essigsäure, Oxalsäure und Zinksulfat, Schwefel-säure mit und ohne Wasser, Kaliumoxalat, Ferrocyankalium und Am-moniak, Seignettesalz und Ammoniak, Kaliumpyroantimoniat, Arsen-verbindungen und Ammoniak. Andere Reaktionen sind nicht zu benutzen,es haben somit auch die früher angewandten Reaktionen mit Natrium-karbonat, Natriumkarbonat und Kalzium, Oxalsäure und Essigsäure,Fluorwasserstoffsäure, Uranylazetat u. a. auszuscheiden.
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Fig. 33. Kristalle von Magnesiumammoniumphosphat,
a) aus dem Milehsaft von Laetuca virosa, fo) aus dem
harzigen Sekret von Pinus (Tunmann).
>) O.Richter, Beiträge zur Kennt, d. Magnesium-Ammonium-Phosphats,Tsehermaks mineral. u. petrograph. Mitteil., 1901, XX, 8. 8!) und: Untersuchungenüber das Magnesium in s. Bezieh, z. Pfl., Sitzbev. Wien. Akad., 1902, CXI, 1. Abt.,S. 171.