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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Magnesium.

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die Grundsubstanz zuvor nacheinander mit Salzsäure und Kalilaugebehandeln. Übrigens hatte schon vorher Mangin 1 ) neben ZellulosePektinsubstanzen und namentlich Callose nachgewiesen, wie dennCallose in mit kohlensaurem Kalk inkrustierten Wänden häufig vor-kommt. Kalkarme Cystolithen verholzen oder verkorken zuweilen,Auch ist zu berücksichtigen, daß es kalkarme, selbst kalkfreie Cysto-lithen gibt (Goldfussia, Ruellia). Die Strukturverhältnisse lassen sichnach Giesenhagen 2 ) am-besten an Ficus-Blättern beobachten. FrischeBlätter werden von der Epidermis befreit, ein starker Tangentialschnittwird aus dem freigelegten Gewebe hergestellt und dieser auf Holunder-mark in Gummiglyzerin eingetragen. Diese Masse dringt in die geöffne-ten Zellen ein. Nach dem Eintrocknen der Masse sind die Cystolithenfest eingebettet und die Schnitte fallen tadellos aus.

Magnesium.

Magnesium ist für grüne Pflanzen unentbehrlich. Es spielt bei den Syntheseneine hervorragende Kolle (Photosynthese der Chlorophyllkörner, Willstiitter).Ausdauernde Gewächse verfahren mit dem Magnesiumgehalt ökonomisch, beimUlattfall wandert das Magnesium des Chlorophyllgrüns in den Stamm zurück(.ötahl). fm Samen sind Beziehungen zwischen dem Magnesiagehalt und dengespeicherten Keservestoffen zu erkennen. Aleuronhaltige Samen führen im all-gemeinen mehr Magnesia (Amygdalus, 17%) als stärkehaltige. Erster« besitzenbekanntlich Magnesium in den Globoidcn der Aleuronkörner. Die Asche derSamenkerne ist reicher an Magnesia als an Kalk (E. Schulze), die gleichen Ver-hältnisse sind im Mehl, in der Kleie und im Getreide (Weizenmehl 11,22 Mag-nesia, 6,32 Kalk, Gerstenmehl 13,50 Magnesia und nur 2,80 Kalk, Willstätter).In der Asche des Holzes beträgt der Gehalt an Magnesia 5—10, steigt aber auchbis 20 und 25% (Larix, Quercus, Betula). Die Rindenasche führt hingegen nur2 ~ 6 % (Daphne mezereum über 12%). In den Blättern schwankt der Gehaltvon Spuren (Gramineen) bis zu 25% (Beta vulgaris) und seihst 28% (Solanumtuberosum).

Von den Methoden, die zum Nachweis von Magnesium im Gewebebenutzt werden können, hat sich diejenige am meisten eingebürgertu nd am besten bewährt, welche bereits Pfeffer 3 ) bei seinen grund-legenden Arbeiten über die Aleuronkörner benutzte und die dasmagnesium als Magnesiumammoniumphosphat zur Kristallisation bringt.

/ L. Mangin, Sur la Constitution des cystolithes et des membranes in-wustees de carbonate de chaux, Compt. rend., 1892, CXV, S. 260.

) C. Giesenhagen, Das Wachstum der Cystolithen von Ficus clastica,ein Beitrag zur Kenntnis des Dickenwaehstums vegetabilischer Zellhäute, Flora,18! »<>, LXXHI, 8.1.

8 ) W. Pfeffer, Unters, über d. Proteinkörner u. d. Bedeut. d. Asparaginsbeim Keimen d. Samen, Jahrb. f. wiss. Bot., 1872, VI 11, S. 429.