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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Allgemeiner Teil.

Stoffes durch Pressen zwischen zwei Objektträger entfernt. Nun wirdder Rahmen, dann das Deckglas aufgelegt und letzteres durch Korkund ein größeres Gewicht (200 g) angepreßt.

Einen Verschluß pflegt man bei allen Präparaten anzubringen.Präparate, die in einem flüssig bleibenden Medium eingebettet sind,müssen sofort luftdicht verkittet werden, damit die Flüssigkeit nichtverdunsten kann. Wie bei Glyzerinpräparaten benutzt man bei Meta-styrol u. a. hierzu Kanadabalsam. Zunächst bringt man einen schmalenVerschlußstreifen an, und nachdem dieser eingetrocknet ist, umziehtman nochmals. Ein guter Verschluß muß auf allen Seiten gleich starksein und gleich weit auf Deckglas und Objektträger übergreifen.Balsampräparate erhalten nach völligem Eintrocknen des Balsams,Gelatinepräparate erst nach 69 Monaten einen Lackverschluß 1 ). Ver-schlußlacke sind in großer Zahl empfohlen worden. Wenn auch dieHerstellung der meisten nicht mühevoll ist, so ist es vorteilhafter, siegebrauchsfertig zu beziehen. Am meisten gebraucht wird Asphaltlack(115 g Asphalt, 120 g Leinöl, 260 g Terpentinöl) und Maskenlack.

Signierung: Schließlich werden die Präparate signiert. Zudiesem Zwecke werden den Objektträgern'beiderseits vom Präparatezwei Quadrate aus starkem Papier aufgeklebt, welche die nötigenBezeichnungen aufnehmen. Zum Ankleben benutzt man Wisein oderflüssigen Leim von Le Page der Russia Cement Co.; beide sind inTuben und kleben sehr schnell und fest (die früher benutzten Klebmittel:Baumwachs, Gelatine in Eisessig, Gummiarabikum-Kalziumkarbonat u. a.sind nicht so gut). Die Rückseite des Papiers wird mit dem Leim be-strichen, den man erst einige Augenblicke einziehen läßt. Dann trägtman die Etiketten auf, beschwert sie aber nicht direkt, sondern legtdie Objektträger um; durch das Gewicht der Objektträger wird eineausreichende Pressung erzielt.

Wer über Präparatenkästen a ) verfügt, kann die Signierung auchdirekt auf dem Objektträger vornehmen. Dies wurde besonders früherempfohlen, als gute Klebstoffe nicht zur Verfügung standen und dieEtiketten öfters abfielen. Schoebel 3 ) empfahl für schwarze Schrifteine Mischung von 12 Teilen Wasserglas und 1 Teil flüssiger chine-

*) Diese Präparate erhalten eine vorläufige Bezeichnung, d. li. die nötigenDaten werden mit schwarzer Tusche von Günther Wagner-Hannover-Wien direktauf den Objektträger geschrieben. Die Tusche trocknet sehr schnell, haftet festam Glase und verträgt trockenes Abwischen. *

! ) Bezugsquelle: Th. Schroeter, Leipzig-C.

8 ) E. Schoebel, Vorschläge zu einer rationellen Signierung von Präparatenund Beagentien, Ztschr. f. wiss. Mikr., 1894, XI, S. 331.