Dauerpräparate und ihre Anfertigung.
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sischer Tusche (Bezugsquelle: E. Wolff & Son, London), für weißeSchrift 3—4 Teile Wasserglas und 1 Teil chinesisches Permanentweiß(Winsor & Newton, London). Beide Tuschen trocknen jedoch rechtlangsam, und am einfachsten und besten ist es jedenfalls, mit schwarzerTusche von Günther Wagner-Hannover-Wien zu signieren. Schieffer-decker 1 ) empfiehlt ferner die flüssige chinesische Tusche „Atral" vonA. Leonhardi-Dresden und Unna 2 ) die Glastinte aus Gelanth (7,5 gGelanth, 7,5 g Zinkoxyd, 15 g Wasser, Schwanenapotheke, Hamburg).
Die Präparate können aber auch tadellos in einfachster Weise indie leeren Objektträgerkartons übereinander eingestellt werden, wennman zu den Etiketten einen Pappkartori von der Stärke der Objekt-träger (1—1,5 mm) wählt 3 ). Die Etiketten müssen so stark sein, daßbei übereinander geschichteten Objektträgern Deckglas und Lackringdes einen Präparates nicht den nächsten Objektträger berühren. Einauf dem Deckel der Schachtel angebrachtes Verzeichnis erleichtert dasHerausfinden der Präparate. Gelatinepräparate, 1901 auf diese Weiseeingelegt, sind noch jetzt in gutem Zustande, trotzdem sie mehrereMale mit der Post versandt wurden.
Früher wurde öfters über ein Beschlagen der Deckgläser oder Objektträgerbei alten Dauerpräparaten geklagt. Nach Weber 4 ) sollte ein zu hoher Prozent-gehalt der Gläser an Kalk das Beschlagen bewirken, bei schlechtem Glase verhältsich Kalk zu Alkali wie 1 : 1,74, bei guten Gläsern beträgt das Verhältnis 1: 0,8.
Zur schnellen Herstellung von Halbdauerpräparaten hat sichwiederholt (Aleuron, Agar-Agar-Diatomeen) eine konzentrierte Rohr-zuckerlösung (event. mit Thymol versetzt) als brauchbar erwiesen(Tunmann), für Diatomeen ist Chinolin, das sich nur sehr langsamverflüchtigt, geeignet (Amann).
J ) P. Schiefferdecker, Das Signieren von Präparaten, Ztschr. f. wiss.Mikr., 1896, XIII, S. 299.
2 ) P.G.Unna, Monatshefte f. prakt. Dermatologie, 1001, XXXII, S. 843.
8 ) 0. Tun mann, Über die Anfertigung einer mikroskopischen Präparaten-sammlung, Pharm. Ztg., 1906, LI, S. 1079. .
*) R. Weber, Über den Einfluß des Glases der Objektträger und Deckgläserauf die Haltbarkeit mikroskopischer Präparate, Fortschr. d. Med., 1893, XI, S. 49;Ref. in Ztschr. f. wiss. Mihi-.