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Allgemeiner Teil.
Objekte schrumpfen in dem Gummi-Zucker-Gemisch 1 ) nicht; auch solleine Lackumrandung nicht erforderlich sein. Die Schnitte müssen vordem Einbetten Glyzerin passiert haben. — In gleicher Weise wird dasApäthysche Gemisch benutzt (Ztschr. f. wiss. Mikr., 1892, IX, S. 37;gleiche Teile Gummiarabikum, Rohrzucker und Wasser mit 0,01 °/ 0Thymolzusatz). Bei zarten Objekten wird die Mischung mit Wasserverdünnt benutzt; nach dem Einlegen der Objekte läßt man die Prä-parate an der Luft eindicken.
Kanadabalsam 2 ) ist ein vorzügliches Einschlußmittel; es wirdüberwiegend für farbige Kristalle und ganz allgemein bei Mikrotom-schnitten gebraucht, die infolge ihrer Vorbehandlung besonders hierzugeeignet sind. Die Präparate erhärten allerdings selbst bei mäßigerWärme erst nach mehreren Tagen (bei Zimmertemperatur erst nachWochen), zeichnen sich aber durch große Haltbarkeit aus. Vor allemachte man darauf, nicht zuviel Balsam zu nehmen. Im übrigen ist dieAusführung ebenso wie bei der Gelatine. Kanadabalsam ruft oft guteDifferenzierungen der Färbungen hervor und hellt die Präparate starkauf. Aber gerade das starke Aufhellungsvermögen (n — 1,54) machtden Balsam für zarte und ungefärbte Objekte, wie Stärke, verschiedeneZellmembranen, Diatomeen u. a. weniger geeignet. In solchen Fällengreift man zu anderen Balsamen, so zum venetianischen Terpentin 3 )(auch anwendbar bei Safranin-, Carmin-, Hämatoxylinfärbungen), zum
*) Gummi arabicum 40, Hutzucker (iO, Wasser zur Lösung, Kaliumazetat10 g und je 10 ccm Eisessig, Glyzerin und Laktophenol. Die filtrierte Gummi-lösung wird mit der Zuckerlösung und dem Kaliumazetat gemischt und dieMischung auf dem Wasserbade eingedickt (bis zur Hantbildung), dann mit denanderen Bestandteilen versetzt und in weithalsige Gläser gefüllt. Der entstandeneSchaum wird durch Einstellen des Gefäßes in warmes Wasser entfernt.
2 ) Es ist ratsam, eine Xylollösung von festem Kanadabalsam zu benutzen,der frei von bleichendem Terpentinöl ist und besser erhärtet. Fester Balsam wirdgepulvert in viel Xylol gelöst, die Lösung wird filtriert, das Filtrat durch frei-williges Eindunsten zur Sirupkonsistenz gebracht und diese Masse, „Xylol-Balsam",in Tuben gefüllt. Vorteilhaft bezieht man die Balsamlösungen von Grübler-Leipzig, die saure Balsamlösung ist für Färbungen mit Hämatoxylin und saurenFarbstoffen, die neutrale, die vor Lieht und Luft geschützt werden muß, ist fürPräparate, die mit basischen oder neutralen Farbstoffen gefärbt sind (nach0. Linde, Die Darstellung pbarmakognostischer Dauerpräparate, Apotb.-Ztg. 1910XXV, S. 837). — Kanadabalsam wurde zuerst 1883 von Hillhouse empfohlen.
3 ) 100 g renetianischer Terpentin wird mit 100 ccm Alkohol in lose bedeckterFlasche 3 Wochen lang unter ümschfitteln mazeriert, bis eine hellgelbe Lösungresultiert. Die Lösung wird nur sehr langsam fest (Vosselor, VeuetianischesTerpentin als Einschlußmittel für Dauerpräparate, Ztschr. f. wiss. Mikrosk., inso,VI, S. 292).