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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Dauerpräparate und ihre Anfertigung.

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gebraucht ein mit etwas Schrot gefülltes Glasröhrchen. AndereOb-jektpresser", die mehrfach empfohlen wurden, sind entbehrlich, selbstbei Anfertigung von Serienpräparaten.

Überschüssige Gelatine tritt beim Andrücken des Deckglases ausund wird erst nach völligem Erstarren mit dem Messer abgeschnitten.Hat man zu wenig Gelatine genommen, dann füge man nicht gleichneue hinzu, sondern erwärme zunächst das Präparat nochmals undhalte es kurze Zeit etwas schräg, damit die Masse sich nach der leerenStelle hinziehen kann. Neue Masse setze man erst hinzu, wenn es sichnach dem Anpressen des Deckglases als unbedingt nötig erweist. Manbringt dann mit der Nadel etwas feste Gelatine an den Deckglasrandund erwärmt das Präparat gelinde. Dadurch tritt die zugesetzte Masseunter das Deckglas ein, ohne daß man dieses abzuheben braucht.Gilt es sehr zarte Objekte einzuschließen, die ein Abheben des Deck-glases oder gar ein Übertragen nicht zulassen, so bringt man nachvorsichtigem Durchsaugen von verdünntem Glyzerin an den Deckglas-rand etwas Glyzeringelatine, die man unter Anwendung von gelinderWärme unter das Deckglas einsaugt. Sind störende Luftblasen ent-standen, so entfernt man diese, indem man das Präparat nochmals er-wärmt oder es längere Zeit auf einer warmen Platte (Ofen) liegenläßt. Oft gelingt es, die Schnitte aus Luftblasen an den wieder flüssiggemachten Präparaten durch ein unter das Deckglas geschobenes Roß-haar oder Schnurrbarthaar herauszubringen oder die Blasen an denRand zu schieben. Derart lassen die Schnitte sich auch zurechtrücken,falls sie beim Auflegen des Deckglases übereinander oder zu nahe demDeckglasrande gekommen sind. Kleine Objekte (Pollenkörner,Stärke, Trichome) dringen beim Auflegen des Deckglases meist bis anden Deckglasrand vor, wenn man sie in die flüssig gemachte Gelatineeingetragen hat. Um dieses zu vermeiden, breitet man den flüssigenGelatinetropfen in Deckglasgröße auf dem Objektträger aus, läßt ihnerstarren, bringt auf die Mitte desselben die Objekte, legt das Deck-glas auf und verflüssigt jetzt vorsichtig die Gelatine. Auf diese Weisebleiben selbst sehr kleine Objekte im Gesichtsfelde. Der Verschlußwird erst nach einem Jahre angebracht. Präparate von Drogen, 1892mit Glyzeringelatine bereitet, sind jetzt noch von tadelloser Be-schaffenheit.

Ein Einschlußmittel, dessen Lichtbrechung der des konz. Glyzerinsund der Glyzeringelatine gleichkommt, hat Bälint 1 ) angegeben. Die

') S. Balint, Botanisc h-inilu'otn hinsehe Notizen, Ztschr. f. wiss. Mikr., 1910,XXVI 1, S. 243.