Bemerkungen über Keagentien und Reaktionen.
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außerhalb der Schnitte, so ist sogar eine Beobachtung nach 1 Wochevon großem Vorteil. Man wird erstaunt sein, wie schön manche Körperalsdann herauskristallisiert sind. Insbesondere ist dies notwendig beiSublimaten, beim Nachweis der Zuckeralkohole, von anorganischenSalzen und Amidokörpern. In anderen Fällen muß die Reagenslösungvor dem Verdunsten geschützt werden. Man schließt daher die Prä-parate ein, indem man das Deckglas mit Vaselin oder Wachsterpentinluftdicht umzieht. Diese Anordnung hat Siim Jensen beim Nachweisder Alkaloide (s. d.) getroffen. Das Umranden ist nicht gerade bequem,daher habe ich mich folgender Methoden bedient: Die Kontrollschnittewerden auf einem Uhrglase mit dem Reagens gut durchfeuchtet, dasUhrglas wird mit einer Glasplatte bedeckt, so daß ein Verdunsten un-möglich ist. Nach einem Tage werden die Schnitte auf den Objekt-
Fig. 2 Feuchte Kammer, angefeuchteter Papprahmen mit aufgelegtemDeckgläsohen und Hängetropfen.
träger gebracht und untersucht. Es läßt sich ferner der Hängetropfenm der feuchten Kammer benutzen, die man seit langer Zeit zur Dauer-beobachtung und zur Kultur von Mikroorganismen gebraucht (Fig. 2).Aus einem rechtwinkligen Stückchen Pappe, das so dick, doch nichtganz so breit wie der Objektträger ist und etwa 3—6 cm lang seinkann, schneidet man ein Fenster aus, dessen lichte Weite etwas ge-ringer als die Größe des Deckglases ist. Den Papprahmen läßt manin Wasser vollsaugen, wischt ihn oberflächlich ab und legt ihn feuchtauf den Objektträger. Das Deckglas, das den Reagenstropfen mit denSchnitten enthält, wird mit dem Tropfen nach unten (Hängetropfen)auf den Papprahmen aufgelegt. Feuchtet man den Rahmen durchseitlichen Zusatz von etwas Wasser abends an. so bleibt der Tropfen,ohne zu verdunsten, über Nacht erhalten. Die Beobachtung kanndirekt geschehen oder man bringt das Deckglas hierzu auf einen anderenObjektträger. Der Hängetropfen läßt sich ebenfalls auf einem Objekt-träger anbringen. Das einfachste ist schließlich, für derartige Zweckeeinen Objektträger zu führen, auf dem ein 1,5 mm hoher und genügend