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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Allgemeiner Teil.

Stoff zu Schwefelgold oder durch Eisensulfat zu metallischem Goldreduziert, Quecksilbersalze durch Schwefelwasserstoff als Sulfide kennt-lich gemacht.

Reagentien in fester Form gelangen bei Schnitten nur hierund da zur Verwendung. So bringt man an Stelle von Phosphorsäureein Körnchen Phosphorsäureanhydrid auf den Objektträger, legt denSchnitt darauf, bedeckt mit dem Deckglase und verflüssigt das Reagensdurch gelindes Erwärmen. Kristallisiertes Phenol wird beim Nachweisverkieselter Membranen in gleicher Weise benutzt.

Dampfförmige Reagentien wurden zuerst ausschließlich zumFixieren benutzt (Osmiumsäure). 1876 gebrauchte Herrmann Ammo-niakdampf zum Juglonnachweis. Dampfförmige Reagentien werdenherangezogen, wenn man bei Jod- und Bromreaktionen störende Fär-bungen (der Stärke) vermeiden will, wenn die sich bildenden Nieder-schläge sehr leicht wasserlöslich sind (Alkaloide), oder wenn dieLokalisation einer Farbenreaktion nicht verwischt werden soll (Juglon,Oxymethylanthrachinone). Als dampfförmige Reagentien (Barth,S. Alkaloide) werden benutzt: Jod, Brom, Chlor, Ammoniumkarbonat(Ammoniak), Salzsäure, Salpetersäure. Die Reagentien gelangen inden Fuß eines kleinen Exsikkators, in dessen oberen Teil die Objekt-träger mit den trockenen Schnitten gebracht werden. Jod wird durchBedecken mit einer Sandschicht an zu schneller Verdunstung verhindert,Brom wird als Bromkalk benutzt, bei Säuren muß auf niedrige Tem-peratur geachtet werden, damit nicht gleichzeitig zuviel Wasser mitverdunstet. Der Exsikkator läßt sich natürlich durch andere gutschließende Gefäße ersetzen, in die man passende Glasbehälter stellt,welche die Deckgläser mit den Präparaten aufnehmen. Gleiche Diensteleisten aufeinandergelegte Petrischalen mit eingelegtem Uhrglase alsUnterlage für die Objekte sowie die Objektträger mit aufgekittetenhohen Glasringen. Aus Säuren mitgerissenes Wasser wird aus denPräparaten im Schwefelsäure-Exsikkator entfernt. Nach Möglichkeitmuß jedoch das Übergehen von Wasserdämpfen durch Kühlstellen desApparates und durch nicht zu lange Wirkung der Säuren vermiedenwerden. Denn durch die Wasserdämpfe tritt der Niederschlag leicht ausden Schnitten heraus und gelangt zum großen Teil auf den Präparatenzur Kristallisation. Die Schnitte werden in Paraffinöl untersucht.

Dauorbeobachtung ist überall dort notwendig, wo Fällungen erstnach längerer Zeit entstehen. Aber auch dann, wenn sich Nieder-schläge sofort bilden, ist es dringend notwendig, die Präparate nach1 bis 2 Tagen nochmals zu durchmustern, um die etwa eingetretenenVeränderungen festzustellen, die sich vor allem in der Kristallbildungzeigen. Handelt es sich um Auszüge aus Präparaten und um Fällungen