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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Allgemeiner Teil.

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wollen mit Hilfe der Reagentien nicht nur die chemische Beschaffenheitder organisierten Bestandteile der Zellen (Membran und Inhalte) fest-stellen, sondern auch die im Zellsaft in gelöster Form auftretendenSubstanzen ermitteln. Vor Ausführung der Reaktion unterrichte mansich eingehend an lebenden Schnitten, bei getrockneten Pflanzen undPulvern an aufgehellten und an nicht aufgehellten Präparaten über die Ge-webselemente und die Zellinhalte. Die Reaktionen werden überwiegendmit den Präparaten (Schnitten, Pulvern, ausgetretenen Sekreten u. a.)direkt vorgenommen oder (in seltenen Fällen) mit den aus den Präparatenin geeigneter Weise gewonnenen Auszügen und Sublimaten. Die letzt-genannte Arbeitsweise, bei der eine Lokalisationsermittelung nur unterbestimmten Verhältnissen (bei vorangegangener mechanischer Trennungeinzelner Schichten und Organe) möglich ist, hat mehr für angewandteZwecke Interesse. Sie kommt jedoch auch für all die zahlreichen Fällein Betracht, für die derzeit eine Methode zur Ermittelung der Lokali-sation noch nicht gefunden ist. Ganz allgemein führen wir unsereReaktionen am Objektträger aus. Während in der reinen Mikrochemiedie Reaktionen seit Behrens an dem einen Ende der Objektträgervorgenommen werden, führen wir sie meist in der Mitte der Objekt-träger aus. Beide Arbeitsweisen haben ihre Vor- und Nachteile, vielhängt von der Gewohnheit ab. Hingegen ist das Arbeiten in Uhr-gläsern, wie es in der toxikologischen Analyse seit langem Brauch ist,nicht zu empfehlen, schon weil ein Hantieren mit Uhrgläsern amMikroskope umständlich ist. Ist man einmal gezwungen, Reaktionenauf Uhrgläsern vorzunehmen, dann leisten die von Kunz-Krause guteDienste (Pharm. Zentralh. 1912, LIII, S. 49). Sie sind mit einemAusguß und mit konzentrischer und radiärer Zonenteilung versehen(Bezugsquelle: Franz Hugershoff, Leipzig). Wir benutzen stets die ge-bräuchlichen Objektträger aus Glas; sie ersetzen ebenfalls die in derToxikologie bei Farbenreaktionen im Gebrauch stehenden Porzellan-platten. Um Farbenreaktionen makroskopisch verfolgen zu können,hält man den Objektträger abwechselnd über weißes und schwarzesPapier. (Porzellanplatten sind überdies schwer völlig rein zu halten,wahrscheinlich infolge der kleinen Luftblasen, die Tafner (Ztschr. f.wiss. Mikr. 11)11, XXVIII, S. 28b) in Porzellangefäßen auffand, der denGrund der sogenanntenlaunischen Reaktionen" in dem Gefäßmaterialvermutet.)

Bei der Ausführung der Reaktion an Schnitten und mit Reagenz-lösungen verfährt man in verschiedener Weise. Die Präparate kommenauf den Objektträger entweder direkt in einen Tropfen der betreffen-den Reagentien und werden mit dem Deckglase bedeckt, oder aberman legt sie zunächst in einen kleinen Tropfen Wassers, legt das