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Allgemeiner Teil.
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Atom- resp. Äquivalentgewiclite zusammentreten würden. Bei Schnitten,in denen meist nur geringe Mengen des zu prüfenden Körpers zugegensind, gelangen somit verdünnte Reagenzlösungen zur Anwendung.
Der Aufbewahrung der Reagentien ist besondere Sorgfalt zuwidmen. In dieser Hinsicht wird sehr häufig gesündigt. Korkstöpsel-flaschen mit eingelassener feiner Pipette zum Ansaugen (ohne Gummi-kappe), die man in den Reagentienblocks antrifft, sind nicht praktisch.Bei den Gummipipetten (Augentropfgläser und -fläschchen) hält sichdie Gummikappe nur beschränkte Zeit. Sie wird vorteilhaft in dervon Schürhoff 1 ) gegebenen Anordnung durch eine Glaskappe ersetzt.Über den oberen Teil des Pipettenrohres kommt ein etwa 1 cm breiter,mit Glyzerin befeuchteter Gummiring und darüber als Ersatz für dieGummikappe ein fest anschließendes, am oberen Ende zu-geschmolzenes Glasrohr. Durch Heben und Niederdrückendieser Glasrohrkappe werden die Reagentien entnommen(Fig. 1). Man wählt am besten durchweg braune Fläsch-chen (Kobaltglas), die mit verdünnter Salzsäure ausgekochtund mit destilliertem Wasser gründlich ausgewaschenwurden. Vielfach werden sich Flaschen mit eingeschliffenenGlasstöpseln eignen, die mit einer Spur Wachs oder Fettgut eingerieben und bei manchen Reagentien (Chloral-hydrat) mit angeschmolzenen Glasstäbchen versehen sind.Bei verdünnten Laugen sind Stöpsel aus gutem Gummioder Holz längere Zeit haltbar. Für ölig-harzige Flüssig-keiten, insbesondere für Kanadabalsam sind besondereFlaschen im Handel (nach Schuberg, A. Meyer, Kunz-Krause), bei denen ein Beschmutzen des Glases und derFinger ausgeschlossen ist. Bei dem Glase von Kunz-Krause (Pharm. Zentralh. 1912, LIII, S. 36), das von Franz Hugershoff,Leipzig zu beziehen ist, ist der Tropfstab verstellbar und endet in eine„durch einen merklich verjüngten Teil verbundene Kugel", wodurch„die jederzeitige Absetzung der Flüssigkeit in Form eines, und zwarstets gleich großen Tropfens" ermöglicht wird. Übrigens müssenrelativ oft die erforderlichen Lösungen frisch bereitet werden. Wodiese Vorschrift besteht, befolge man sie und greife nicht aus Bequem-lichkeit nach einer, wenn auch „nur einige Tage" alten Lösung (AI-kaloidreagentien). Zur sorgfältigen Aufbewahrung gehört ferner, daßman die Reagentien beim Gebrauch nicht unnötig lange offen stehenläßt. Die Unsitte, Reagentien mit eingetauchtem Glasstabe stunden-
Fig l.
Tropfglaa mit
Glaskappe nacl
Schürhof f.
') P. Schürhoff, Pipettenglas für mikroskopische Reagentien, Pharm.Ztg., 1900, LI, S. 931.