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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Einiges über die Präparation.

facher Weise auf einen tiefen mit Wasser gefüllten Teller eine trockenedie Objekte enthaltende Schale stellt und das Ganze mit einer Glas-glocke bedeckt.

Handelt es sich um den Nachweis eines Körpers in den Zellenselbst und über seine Verteilung im Gewebe (Lokalisation), so müssenwir selbstredend die Reaktionen mit den unversehrten Zellen aus-führen. Bei zarten Objekten (einzelligen Organismen, Pollen, Zellfädenund -flächen), die durch das Deckglas leicht zerdrückt werden können,bringt man auf dem Objektträger 4 Stützfüßchen für das Deckglasaus Wachs (3 Teile Wachs, 1 Teil Terpentin), Plastin oder erwärmterKakaobutter an. Praktisch sind auch 2 Stützleisten an den Längs-seiten. Schnitte müssen so dick sein, daß sie eine (besser zwei) Reihenvöllig unangeschnittener Zellen enthalten. Sind die Zellen relativhoch (Leitparenchym) oder langgestreckt (Idioblasten, mechanischeElemente), dann wähle man Längsschnitte. Diese sind bei Würzein,Stengeln, Blattstielen und -nerven Querschnitten vorzuziehen, da sienicht so dick zu sein brauchen, um unversehrte Zellen zu enthalten.Überhaupt sind stets bei Lokalisationsermittelungen die an Quer-schnitten erhaltenen Befunde durch Prüfung von Längs- und Flächen-schnitten zu ergänzen. Die Präparation kann besonders bei Blätterneinige Schwierigkeiten bereiten. Bei etwas starken Blättern gelingtdie Herstellung von Flächenschnitten gut, indem man das Blatt überden Zeigefinger der linken Hand spannt, mit dem Messer die Epidermisschräg anschneidet und das angeschnittene Stück mit der Pinzette ab-zieht 1 ). Nach Entfernung beider Epidermen bleibt gewissermaßen einFlächenschnitt des Mesophylls zurück. Zur Herstellung von Blatt-querschnitten legt man bekanntlich eine Anzahl Blattstückchen aufein-ander und klemmt das Päckchen zum Schneiden zwischen Hollunder-mark ein. Bei starken, lederartigen Blättern (Arctostaphylos, Pilo-carpus) kann man sich die Präparation erleichtern. Man schneidet miteiner kleinen, scharfen Schere einfach feine Schnipsel ab. DerartigeSchnipsel geben recht brauchbare mikroskopische Präparate.

Stark brüchiges Material, von dem man unbedingt größere Schnittehaben muß, wird man unter Umständen vorteilhaft vor dem Schneidenin Glyzeringelatine (Zusammensetzung s. Dauerpräparate) einbetten.Auch zartes lebendes und fixiertes Material kann mit durch Erwärmenflüssig gemachter Gelatine unter dem Rezipienten der Luftpumpe in-jiziert werden. Fixierte Objekte müssen zuvor gewässert haben.Durch Einlegen in Alkohol erfährt die eingetrocknete Gelatine eine

') In ähnlicher Weise fertigt manstielen u. a. an.

Längsschuitte aus Stengeln, Blatt-