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Radix Sarsaparillae.
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Rebe. Beide Begriffe zusammen vereinigen sich in den Eigenschaften der vor-liegenden Pflanze. Das deutsche Wort Stechwinde giebt beides wieder. DieKenntniss der Naturgeschichte der Sarsaparilla ist noch sehr mangelhaft. Wirwissen mit Bestimmtheit, dass die Sarsaparilla aus Wurzeln von Smilax - Artenbesteht, und wir kennen auch einige Arten, von welchen sie gewonnen wird.Aber wir wissen nicht, ob wir alle Arten kennen, und wie sich die Arten zu denHandelssorten verhalten.
Ueber die Art und Weise des Einsammelns der officinellen Wurzeln sindwir ebenfalls mangelhaft unterrichtet. Die einzigen gründlichen und vollständigenNachrichten, die wir überhaupt besitzen, sind die von Schiede, und beziehensich nur auf die Sarsaparilla von Veracruz. Darnach wird mit einem Haken derWurzelstoek gefasst und aus dem Boden herausgerissen; in der trockenen Jah-reszeit begiesst man den Boden vorher reichlich mit Wasser. Dieselbe oder eineähnliche Operation wird auch wohl in Südamerika angewendet werden , wenig-stens tragt von allen in den Handel kommenden Wurzeln keine den Charaktervon Luftwurzeln, und namentlich nicht die in allen Stücken mit der Lissabonneridentische Caraccas-Sarsaparilla, bei welcher meistens der Wurzelstock noch mitden Wurzeln in Verbindung ist. Auch spricht dai iir noch der Umstand, dass ankeiner Wurzel ein natürliches Ende gefunden wird, selbst wenn sie bis zu 7 FussLänge hatte. Sie waren also noch weit von ihrer Spitze abgerissen. Wahrschein-lich werden die Stengel vor dem Ausreissen des Wurzelstocks abgeschnitten unddie Reste bleiben dann später daran, oft länger, oft kürzer. Nur die Parasarsa-parilla und die besseren Sorten von der Honduras bestehen aus rein zugeschnit-tenen Wurzeln. Meistens stehen die Stengel und Wurzeln bei der versendetenWaare in der natürlichen Lage , bei der Veracruz-Sarsaparilla dagegen sind dieWurzeln nach oben aufgeschlagen, so dass sie die Stengel einschliessen. Beider Honduras - Sarsaparilla sind die Wurzeln nach zwei Seiten in Gestalt vonweiten Schleifen, die in sich zurückkehren, zusammengebunden.
Die Sarsaparilla ist seit 300 Jahren als Arzneimittel bekannt. In Folgedes grösseren Begehrs hat sich auch das Gewerbe der Wurzelsammler ausge-breitet , und aus diesem Grunde kommen jetzt Sorten vor, die früher völlig un-bekannt waren. Als primäre Stapelplätze der Waaren müssen folgende genanntwerden: in Mexico Veracruz und Tarnpico, in Ccntralamcrika Belize, Guatimalaund Realejo, in Venezuela Laguayra als Hafen von Caraccas, in Ecuador Gua-jaquil, in Brasilien Bahia und Para, in Peru Lima. In Mexico wird in den Wäl-dern am östlichen Abhänge der Anden , in der Strecke von Veracruz bis Tam-pico Sarsaparilla gesammelt. Diese Wurzeln werden in Honduras und Costaricaan den Markt gebracht. Die mexikanischen Wurzeln stammen zuverlässig vonümilax medka ab. Aus Centralamerika ist nichts über die Staminpflanze bekannt.Die nach Jamaika benannte Wurzel scheint nur von Honduras und Tarnpicoübergeführt zu sein. Andere Zwischenstationen des Sarsaparillhandels sind Ha-vannah, St. Thomas , Boston und Newyork , von welchen der letztere Ort na-mentlich ein ausgebreitetes Geschäft besitzt. Der grüsste Theil der Sarsaparillawird im südlichen Kuropa, Spanien, Italien und der Türkei verbraucht. Manzieht dort die dicken mehligen Sorten allen andern vor. Russland nimmt mei-stens Veracruzwaare , England, die Jamaika - Sarsaparilla , Deutschland die Hon-duras und Lissabonner und Frankreich die Caraccassortc.
Mit Sicherheit lassen sich unter den im Grosshandcl vorkommenden Wur-zeln drei Arten unterscheiden:
1) Die Südamerikanische, K n d. Sarsaparillae Lisbonensis s. brasüienris. S.de Maranon, ,S. de Para- Der Name Maranhon bezieht sich auf den Standortam Amazonenstrom, Para auf den Ausfuhrhafen , und von Lissabon hat sie denNamen, weil sie erst dorthin gebracht und von dort über Europa verbreitet