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2 (1854)
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Radix Sarsaparillae.

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Die Salepwurzel wird viel in Franken gesammelt und in den Handel ge-bracht. Sie ist kleiner als die persische, sonst derselben ganz gleich in Eigen-schaften und Wirksamkeit. Die gewaschenen irischen Wurzeln werden an Fä-den gereiht und dann so lange in kochendes Wasser gehalten, bis einige Knol-len anfangen sich in eine schleimige Masse aufzulösen. Man nimmt sie dannheraus und trocknet sie- an der Sonne oder in einem guten Trockenraume. Diedeutsche Salepwurzel wird von Orchis pyramidalis, militaris und selbst von bifolia,überhaupt von allen Arten, welche ungetheilte Knollen haben, gesammelt. Durchdas Brühen verliert die Wurzel den unangenehmen Geruch und wird durch-scheinend.

Die Salepwurzel wird nur als feines Pulver gebraucht. Sie ist sehr schwerzu stossen wegen ihrer Härte und Elasticität. Die französischen Schriftstellerempfehlen das folgende Verfahren. Man solle die Wurzel zwölf Stunden in kal-tes Wasser einweichen, dann mit rauher Leinwand abtrocknen und nur in einemMörser zerknirschen. Die Cohäsion wird dadurch aufgehoben und es entsteheneine Menge vrm Kissen. Diese feuchte Masse wird dünn ausgebreitet und imTrockenschranke getrocknet. Hierbei muss man beachten, dass die Wurzel nichtzu lange feucht liege, weil sie sonst leicht einen üppigen Schimmel zieht, mit oftzolllangen, geraden Stengeln, auf denen die Sporenköpfchen sitzen. Die ge-quetschten Wurzeln werden öfter umgerührt, damit das Trocknen an allen Stel-len vor sich gehe. Die vollkommen getrockneten Wurzeln lassen sich nun vielleichter stossen, und geben auch ein weisseres Pulver. Will man diese Operationumgehen, so stösst man ohne Weiteres im Mörser. Die ersten Portionen desPulvers muss man aber entfernen, weil sie leicht etwas gefärbt sind. Das Pul-ver wird durch ein feines Sieb abgeschlagen. Ueber die Bereitung der Mucilagosiehe den Artikel. Mucilago Salep. (d. Bd. S. 147).

Gynandria Monandria, Cl. XX, Ord, 1.

Radix Sarsaparillae. @arfapartlutmr$el3liä)t genau beflimmte 2Crten »ort Smilax. Smilacinae.

Eine sehr lange, runde, an drei Linien dicke, hin und her ge-bogene , der Länge nach gefurchte Wurzel, mit wenigen faserigenWürzelchen, einer aussen und innen braunen, eine halbe Liniedicken Rinde, ringförmigem, gelblichem, zuweilen grünlichem Holze,einem dicken, weissen Marke, einem anfangs schwachen, nachheretwas scharfen Geschmacke. Es ist dies die jetzt im Handel vor-kommende Sarsaparilla, die aus der Hondurasbai angebracht wird.Es ist auch gestattet, die aus Brasilien kommende Wurzel, welcheLissabonner genannt wird, anzuwenden, welche sich nur durch einebraunrothe Farbe und leicht loslösende Rinde unterscheidet.

Die Naturgeschichte der Sarsaparilla ist am gründlichsten in der neuerenZeit von Schieiden (Archiv, d. Pharm. 52, 25) behandelt worden, und es seinur gestattet, von den erlangten festgestellten Resultaten das für den Pharma-ceuten Interessanteste aus seiner Arbeit zu benutzen.

Der Name Sarsaparilla stammt aus dem Spanischen. Zarza (z wie s ge-sprochen) bedeutet eine stachliche Schlingpflanze, Brombeerstrauch, und parillaoder parriäa (gelesen parilja) bedeutet eine junge Weinrebe, einen Ausläufer derMohr, Commcntar. It. 1G