Radix Sarsaparillae.
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wurde. Auch hiess sie längere Zeit insipida, weil man sie früher nach dem Ge-schmacke unterscheiden zu können glaubte, was sich nicht als bewährt erwiesenhat. Diese Wurzel ist meist frei von anhängender Erde und zeigt eine eigen-thümliche schwärzliche, räucherige Färbung. Tief im Inneren der brasilianischenUrwälder während des ganzen Jahres gesammelt, so oft sich Gelegenheit dazubietet, müssen die Wurzeln oft längere Zeit aufbewahrt werden , ehe sie bis aneinen Handelshafen transportirt werden können. Um sie gegen die Angriffe derzahllosen Insekten einigermaassen zu schützen , hängt man sie unter dem Dacheder Wohnungen auf, da wo der Rauch des last ohnehin beständig unterhaltenenFeuers am stärksten ist. Gleichwohl ist diese Sorte last niemals vom Wurm-stich verschont.
Diese Wurzeln sind offenbar gewaschen und haben, abgesehen vom Rauch-anflug , eine fast reine Oberfläche von blass bräunlich - gelber bis dunkelrotherFarbe mit allen dazwischen liegenden Nuancen. Durch den Rauch wird aberihre eigentliche Farbe wesentlich modificirt, und nach dem sorgfältigsten Abbür-sten behalten die geräucherten Wurzeln stets ein sehr dunkles Colorit. DieseWurzel ist sehr sauber und nach einem feststehenden Muster gebunden. Diegerade neben einander liegenden Wurzeln sind ziemlich dicht und in gleichenAbständen schraubenförmig mit einer Schlingpflanze umwunden. Vier der Längenach herabgehende Bänder dieser Schlingpflanze durchziehen die einzelnen um-Windungen , und sind an einem Ende zu einem Kreuze über einander gebunden,während das andere Ende glatt abgeschnitten und frei ist. Wurzelstock undStengelreste finden sich nicht in diesen Bündeln, dagegen ist das Innere dennochhäufig mit ganz unbrauchbarer Waare gefüllt.
Die Caraccassarsaparilla gehört auch in diese Abtheilung. Sie unterschei-det sich nicht durch den Bau von der Parasarsaparilla, wohl aber im Ansehen,indem sie niemals die schwarze Rauchfarbe hat, dagegen in der Masse durcheme äusserst feine mehlige Erde eine gelblich - oder röthlieh - graue Aschfarbezeigt. Stengelreste sind meistens nur klein. Sie kommt wahrscheinlich vonSmilax ofßcinalii und Smilax syphilitica.
2) Centralanierikanische Sarsaparilla. Hondurassarsaparilla, auch acris undijuüuralis vom Kratzen im Schlünde genannt. Die Farbe ist im Allgemeinenv on reinem Gelb oder Gelb - braun in der Qualität, die man als schön zu be-zeichnen pflegt. Die beste davon kommt häufig in zierlichen Bündeln vor, auszusammengelegten Wurzeln ohne Wurzelstock bestehend, welche in der Mittebis auf % ihrer Länge mit einer ausgezeichnet schönen Wurzel umwickelt sind.Die Enden sind eingeschlungen und nicht abgeschnitten.
3) Die Mexikanische Sarsaparilla stammt ohne Zweifel nach Schiede'sBericht und nach völliger Identität ihrer Naturverhältnisse von einer Art, näm-lich Smilax medica her. Es ist aber wahrscheinlich, dass sie auf zwei verschie-denen Standorten gesammelt werde, was aus der der ungewaschenen Wurzel an-klebenden Erde sich schliessen lässt. Unter dieser ist die nach dem Ausfuhrha-fen Ycraeruz benannte Rad. Sarsaparillae Veracruz oder della Conta, de Tuspanl 'nd amaricans der älteren Pharmacognostcn. Sie ist mit der grössten Nachläs-sigkeit und, wie viele mexikanische Waaren , mit entschiedener Spitzbüberei ge-packt. Sie ist von allen Sorten die schmutzigste und sogleich daran zu erkennen,dass die Wurzeln entweder mit einer pechschwarzen oder einer grauen, sehr fet-tigen , thonigen Erde in grösseren oder kleineren Flecken bedeckt ist. Es sindnicht selten Steine, mehrere Fuss lange Stengel und Wurzeln anderer Dicotyle-donen beigepackt Unter keiner Sorte finden sich so viele strohige unbrauchbareWurzeln. Sehr häufig sind die Wurzeln rückwärts über den Wurzelstock zu-sammengeschlagen, unordentlich in langen Bunden zusammengelegt und gar nicht
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