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Radix Ratanhae. — Radix Rhei.
scharfes Weichharz. Die Wurzel wird im zerschnittenen und gepulverten Zu-stande vorr'äthig gehalten.
Syngenesia superflua, Cl. XIX, Ord. 2.
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Radix Ratanhae. 9?"rttan^ntt)urgel.
Krameria triandra Ruiz et Pavon. Polygalcnc.
Die verlängerten, fast walzenförmigen, etwas ästigen Wurzeln,von der Dicke eines Fingers, meistens aus einem kürzeren dickerenStamme ausgehend, mit rother, innen fasriger Rinde, blasseremHolze und zusammenziehendem Geschmack. Die Wurzel wirdaus Peru und Chili eingeführt.
Wir erhalten diese Wurzel in Stücken von verschiedener Länge, eine starkeFeder oder auch einen kleinen Finger diek, wenig rissig und runzlig, von dunkelroth-brauner Farbe. Innen ist die Kinde dunkelroth, der Holzkörper blass-röthlich-gelb. Die Rinde zeichnet sich vorzugsweise durch den stark rein ad-stringirenden Geschmack aus. Zur Bereitung des Extractes muss die Wurzelerst geschnitten, dann gestossen oder gemahlen werden. Auch ein feines Pulverist vorräthig. Die ganze Substanz muss ziemlich durchgetrieben werden, weildie Remanenz meistens nur holzig ist, und die blosse Anwendung der Rinden-substanz nicht vorgeschrieben und vom Arzte nicht vorausgesetzt ist.
Mettenheimer hat eine neue Radix Ratanhae beschrieben, welche vonKrameria Ixina abstammt, und von welcher nach der französischen Pharmacopocdie ächte Wurzel kommen soll. Die Ratanha besteht aus 1 bis 2 Zoll dickenund 4 Zoll langen knorrigen Hauptwurzeln, mit zahlreichen 4 bis 12 Zoll langenAestcn. Sie haben eine glättere, fast glänzende Epidermis, tiefere Längen-furchen und tiefer eingreifende Querrisse; sie ist weniger zähe und leichter zer-brechlich als die gewöhnliche Ratanhia; die Wurzeläste sind mehr wellenförmiggebogen. Sie ist von schmutzig violettem, rothbraunem Ansehen, die Rinde istdicker als bei der gewöhnlichen Wurzel. Der holzige Kern ist blassröthlicb,hart, kurzsplitterig brechend, bei scharfem Schnitte matt und ohne den dunkelnPunkt in der Mitte. Geruch besitzt die neue Rinde nicht, aber schmeckt stärkeradstringirend. Bei einem Vergleiche der Aufgüsse beider Wurzeln zeigte si<'h>dass die neue Wurzel dieselben Bestandteile wie die gewöhnliche Wurzel hat,aber die wirksamen in grösserer Menge enthielt, so dass dieselbe wahrscheinlichnoch besser und kräftiger ist als die gewöhnliche Ratanhia.
ftidynamia Angiospermia, Cl. XIV, Ord. 2.
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Radix Rhei dtyabatUwutftL
Unbefcmnte "Ktt oort Rheum. Polygoneae.
Eine feste, zwischen den Zähnen knirschende, meistens inStücke, welche sehr häufig durchbohrt sind, zerschnittene, schwereWurzel, aussen nach Wegnahme der Rinde gelb, gleichsam miteinem Pulver bestreut, innen roth und weiss marmorirt, den Spei-chel gelb färbend, von besonderem Geschmack und Geruch. Sie