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Natrum nitricum crudum.
J.
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Land ist hier ebenso unfruchtbar, wie das näher an der Küste; aber Wasserkann man sich durch Graben verschaffen; es ist indessen etwas bitter und salzig.Der Brunnen an diesem Hause war über lOOFuss tief. Da kaum je Regen fällt,so ist es klar, dass das Wasser nicht von ihm herrühren kann, und es würdeauch in diesem Falle wie eine Salzlake sein; denn das ganze benachbarte Landist von verschiedenen Salzsubstanzen durchdrungen. Wir müssen deshalb schlies-sen , dass es aus einer entfernteren und feuchteren Gegend durchsickert, wahr-scheinlich von den Bergen der höheren Cordilleren. In dieser Richiung giebt eseinige Dörfer, wie Tarapaca, wo die Einwohner etwas Land bewässern und Heuhervorbringen können , mit dem die Maulthiere und Esel gefüttert werden, diezum Tragen des Salpeters gebraucht werden. Das Salpetersäure Nalron wird am
tchiff für 14 Schillinge (2 Thlr. 10 Sgr ) der Centner verkauft. Die Hauptaus-»be ist der Transport an die Seeküste. Die Mine selbst besteht aus einer^wischen zwei und drei Fuss dicken Schicht von dem harten und fast reinen'Salz , das dicht unter der Oberfläche liegt. Die Schicht folgt dem Rande einesgrossen Beckens oder Ebene, die offenbar einst ein See oder ein Binnenmeergewesen sein muss: die Höhe ist gegenwärtig 3300 Fuss über dem Spiegel desstillen Oceans. Bei unserer Rückkehr machten wir einen Umweg über die Minenvon Quantajaya. Das Dorf besteht bloss aus den Häusern der Bergleute, undder Stadt mangelt jedes Bedürfniss; selbst Wasser muss dreissig Meilen weit mitLastthieren herbeigeschafft werden.
»Gegenwärtig (1835) liefern die Minen wenig Ertrag, früher aber waren siegewinnreich. Eine hat eine Tiefe von 200 Lachter und aus ihr wurden so reineSilbermassen herausbefördert , dass sie nur geschmolzen zu werden brauchten,um sie in Stangen zu haben. Wir erreichten Iquique nach Sonnenuntergang;ich ging an Bord und dann lichtete der Beagle die Anker für Lima. Ich warsehr froh, diesen Platz gesehen zu haben, da ich höre, dass er ein gutes Bildvon dem grösseren Theile der Küste von Peru giebt.«
Diese Beschreibung ist aus der sehr interessanten Reise um die Welt vonCharles Darwin entnommen, welche derselbe in den Jahren 1882 bis 183Gauf der Corvette Beagle, Capt. Fitzroy, ausführte. Eine sehr gute Ueber-setzung*) ist der deutschen Literatur durch den Reisenden Dr. Ernst Dieffen-bach in Gicssen geschenkt worden. Es ist diese.: Werk nicht nur für den Na-turforscher vom Fach, sondern überhaupt für jeden Gebildeten eine vortrefflicheLeetüre, die ich nicht genug empfehlen kann. Charles Darwin, Secretair dergeologischen Gesellschaft in London, ist ein mit allen naturhistorischen Kennt-nissen icichlich ausgestatteter und mit einer vortrefflichen Beobachtungsgabe undscharfem richtigem Urlheile ausgerüsteter Naturforscher. Der Geognos! , derZoologe, der Botaniker, der Ethnograph und der forschende Reisende findenreichliche Nahrung in dieser Reisebeschreibung. Dass ich den Verfasser redendeingeführt habe, kann nur die Lebhaftigkeit des Eindrucks erhohen.
Sehen früher hat Mariano de Rivero eine Nachricht von dem Vorkom-men des Natronsalpeters gegeben (Seh weigger's Journal 34, 450), aus welcherdie bisher in den Lehrbüchern mifgctheiltci] Notizen herrühren.
Mehrfache Analysen des Natronsalpeters sind wegen i einer Verwendungzur chemischen Technik ausgeführt worden. Nach denselben enthält er «wischen94 bis 99 Procent reines salpetersaures Natron, '/, bis 2 Procent Kochsalz undetwas hygroskopisches Wasser. Zuweilen soll es Spuren von Jodnatrium undschwefelsauren Salzen enthalten.
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*) Braunschweig bei Friedrich Vieweg um! Sohn. 1844. 2 Bde.