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Nat/rum carbonicum aeidulum.
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nussc als ein Corrigens für die Folgen zu reichlich genommener Nahrungsmitteloder als Heilmittel bei bereits eingetretenen Folgen derselben zu empfehlen.
Wenn Linne" den Genuss der Erdbeeren als ein Heilmittel der Gichtdringend anrieth, weil er sie auch gerne ass, so möge auch dieser gelegentlichePanegyricus der Brausepulver sich in derselben Art erklären, weil sie nach desVerlassers Ansicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.
Die abgesonderten Brausepulver bestehen aus 1 Scrupel fein gepulverterWeinsteinsäure in weissem Papiere und % Drachme doppelt kohlensaurem Na-tron in rothem Papiere Das letzt genannte Salz muss sehr fein gepulvert unddurch ein Florsieb geschlagen sein, weil es sich sonst schwer löst und zum Theilals Körner zu Boden des Glases fallt. Diese Quantitäten reichen für ein hohesTrinkglas von 10 bis 12 Unzen frischen Brunnenwassers aus. Zuerst rührt mandas doppelt kohlensaure Natron mit dem kalten Wasser bis zum Auflösen desSalzes um, dann mengt man die Weinsteinsäure rasch hinein und trinkt dasWasser, noch ehe es lebhaft aufbraust. Sehr zweckmässig ist es, jede rotheKapsel mit der Ziffer 1 und jede weisse mit 2 zu versehen. Es wird dadurchjede Irrung in der Reihenfolge unmöglich gemacht.
üeber die Bereitung des doppelt kohlensauren Natrons haben wir bis jetztnoch nicht gesprochen, weil sie nach der Pharmacopoe urid der Natur der Sacheden Händen des Pharmaceuten entzogen ist Sie geschieht durch directe Ver-bindung des einfach kohlensauren Natrons mit Kohlensäure. Früher wandte mandazu eine gesättigte Lösung von einfach kohlensaurem Natron an , allein nachder Vorschrift der schwedischen Pharmacopoe von 1817, welche von Berzeliusgegeben wurde, wandte man später allgemein ein trocknes Gemenge von 1 Theilkrystallisirtem kohlensaurem Natron und 3 Tfleilen trocknem kohlensaurem Na-tron zur Sättigung an. Vermischt man nämlich 1 At. kohlensaures Natron mit10 At. Wasser, welche das krystallisirte Salz enthält, mit 9 At. trocknen Salzes,so erhält man ein Pulver, welches auf 10 At. kohlensaures Natron gerade 10 At.Wasser enthält, welches der Wassergehalt des doppelt kohlensauren Natrons ist.Demnach wären 143 Theile krystallisirtes Salz und 9mal 53 oder 477 Theiletrocknes Salz zu nehmen, welches sich dem Verhältnisse von 1 zu 3 nähert.Französische Werke empfehlen meistens krystallisirtes Salz zu nehmen. In die--sem Falle laufen 9 At. Wasser flüssig aus. Das obige Gemenge von krystalli-sirtem und trocknem Salze absorbirt kohlensaures Gas ungemein rasch und mitbedeutender Entwickelung von Wärme. Beobachtungen darüber habe ich in denAnnalen der Pharmacie Bd. 19, S. 15 und Bd. 29, S. 2G8 mitgetheilt. Zur Ent-wickelung der Kohlensäure kann man sich zweckmässig des in meiner Technikl.Aufl. R. 192 2. Aufl. S. 218.\beschriebenen und abgebildeten Apparates bedienen.Sobald alle Absorption beendigt ist, wird das Salz mit reinem Wasser abgewa-schen , um Reste von einfach kohlensaurem und schwefelsaurem Natron zu ent-fernen und an freier Luft rasch getrocknet.
Man erhält es nach dieser Methode niemals krystallinisch, sondern in form-losen Stücken von blendender Weisse. Es fühlt sich trocken auf die Zunge ge-nommen sandig an und schmeckt schwach alkalisch. Es verändert die Farbe vonCurcuma- und blauem Lackmuspapier nicht, dagegen färbt es Fernambuklösungund geröthetes Lackmuspapier blau und Veilchensaft grün. Es verliert beimGlühen die Hüllte seh*» Kohlensäure und sein Wasser, im Ganzen 36,8 Procentan Gewicht. Es verändert sich an trockner Luft nicht. Mit Wasser übergössenverliert es anhaltend Kohlensäure. Die Lösung in 14 Theile Wasser soll sichjedoch unverändert halten. Dureh Kochen verliert die Lösung viel Kohlensäure,geht aber doch schwierig ganz i n d as einlach kohlensaure Salz über. Es löstsich, nach V. Rose, in 13 Theilen Wasser.