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2 (1854)
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Natrium carbonicuni acidulum.

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49 75Salzes ist also - ' . Wollen wir dies in Procenton ausdrücken, so stellen

wir diese Zahl gleich x Hundertstel; also

woraus x

= 95 Proc.

49,75 _ _x_

52,20 ~ 100'

Das Salz enthält also 95 Procent reines doppelt kohlensaures Natron, und diesist vollkommen genügend. Um nun dieser Berechnung ganz überhoben zu sein,kann man auch diejenige Menge doppelt kohlensaures Natron gerade abwägen,welche, wenn sie ganz rein wäre, 100 Centigramme oder 1 Gramm Kohlensaureausgeben würde. Man findet diese leicht durch die Proportion:

InO doppelt kohlensaures Natron geben 52,26 Kohlensaure, wieviel kohlen-saures Natron giebt 100 Kohlensaure? also100 : 52,20 = x : 100; woraus

100 .100 _ .

x = K9~öF~ = Oentigrammen ;

oder 1,91 ganze Gramme. Wägt man also 1,91 Gramme doppelt kohlensauresNatron ab, so is( jedes (Vntigramm (0,01) Kohlensäure, welche entweicht, gleichemcni Procente doppelt kohlensauren Natron. Im obigen bestimmten Falle ga-ben 1,9] Gramme 0,95'Gramme Kohlensäure; der Gehalt ist also an reinem Salz9 5 Procent.

Wollte man die Sache sehr Sirene: nehmen, so lässt sich dieser Schlussnoch angreifen; denn 2 At. einlach kohlensaures Natron geben eben so vielKohlensäure aus, als 1 At. doppelt kohlensaures; und wassorleeres, einfach koh-lensaures Natron, welches keine Spur doppelt kohlensaures enthielte, wurde den-selben Kohlensäurevcrlust zeigen, als ein 78procontiges doppelt kohlensaures Na-tron. Allein dieser Fall ist nicht denkbar, indem bei der Bereitung des doppeltkohlensauren Natrons kein einlach kohlensaures wasserleeres Salz dabei bleibenkann. Wollte man diesen Kinwurf aulrecht halten, so bliebe nichts übrig, alsdiese einfache leicht zu erlernende Prüfungsmethode aufzugeben, und sich nacheiner streng analytischen umzusehen, die in den pharmaceutischen Laboratorienkeinen Eingang linden würde.

Den Glühungsverlust zu bestimmen, führt zu keinem Resultate, weil einverwittertes krystallisirtes kohlensaures Natron gerade so viel an Wasser verlierenkann, als das doppelt kohlensaure an Wasser und Kohlensäure zusammen.

Das doppelt kohlensaure Natron wird in grossen Mengen verbraucht, ins-besondere zu Brausepulvern und Sedlitzpulvern. Die Rrausepulver sind fast inden Hang eines Nahrungsmittels getreten, indem sie bei vielen zu den täglichenBedürfnissen gehören. Sie sind ein portatives Mineralwasser, und können anjedem Orte, wo man ein Glas Wasser erhalten kann , genossen werden. Nichtnur dass sie durch die belebende Wirkung der Kohlensäure erquickend sind.auch die kleine Menge des gebildeten Weinsäuren Natron übt eine bestimmteWirkung auf die vegetativen Processe des Körpers aus. Es ist bekannt, dassl'flanzensaure Alkalien, durch den Respirationsprocess verbrannt, in Gestalt vonkohlensauren Alkalien ausgeleert werden. Der Harn erhält dadurch eine mindersaure, last alkalisehe Beschaffenheit Ueberhaupt befördern die pflanzensaurenVlkalien eine sehr reichliche Harnabsonderung. Sie sind deshalb ein rationellangezeigtes Mittel bei der harnsauren Diathese des Harnes, welche je nach derNatur des Individuums entweder in Hämorrhoiden oder Gicht übergeht. Dievorlheilhalten Wirkungen der Traubenkur, des Genusses saurer Früchte, dieSeltenheit des Steins in Gegenden, wo leichte säuerliche Weine täglich genossenwerden, mögen sich auf die Gegenwart kleiner Mengen weinsaurer und citronen-saurer Alkalien gründen. Aus diesem Gesichtspunkte sind die Brausepulvernicht nur der Annehmlichkeit wegen zu loben , sondern auch bei täglichem Ge-