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2 (1854)
Entstehung
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136
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Morphii

Masse presse stark zwischen Leinen, nimm sie heraus, verwandelesie mit einer kleinen Menge destillirten Wassers ineinen Brei, presse von neuem und wiederhole diese Operation. Dendurch diese Pressungen erhaltenen Rest lose in einer genügend enMenge siedend heis sen des ti 11 i r ton Wasser sauf, filtrire dieLösung und stelle sie hin, bis sie zu einer kristallinischen Masse an-schiesst. Diese presse zwischen Leinwand, vermindere die ausge-pressteFlüssigkeit durch Eindampfen, und bringe wieder zur Kristal-lisation, welcheKrystalleebenfalls zwischen Leinwand zu pressen sind.Drei Unzen der krystallinischen trockenen undzerriebenen Substanz sol-len in einen Kolben gebracht und drei. Pfund höchst rectificir-ter Weingeist zugegossen werden. Das Gemenge soll im Dampf-bade zur Beförderung der Lösung warm werden, der Lösung dreiUnzen mit Salzsäure gereinigter Knochenkohle zugefügt unddie so entfärbte Flüssigkeit filtrirt werden. Dieser noch warmenFlüssigkeit mische so viel ätzenden Salmiakgeist hinzu, dassdas Ammoniak etwas vorwalte. Das nach einigen Tagen entstan-dene Morphium sammele auf einem Filtrum, wasche es auf demselbenmit einer kleinen Menge ree t ifici rten Weingeis tes ab, trockenees und bewahre es in einem verschlossenen Glase mit Sorgfalt auf.

Die Mutterlauge, welche aus der Kristallisation des Morphiumsübrig ist, kann zu einer neuen Bereitung des Morphiums verwendetwerden.

Es seien weisse oder weissliche, glänzende, nadeiförmige Krystalle, vonbitterem Geschmacke , in kaltem Wasser kaum , in siedend heissem ein wenig,in heissem höchst rectificirtem Weingeist etwas leichter löslich, dagegen nicht inAether löslich, erhitzt ohne Rückstand verbrennend, frei von Narcotin.

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Ehe wir auf den Inhalt der vorgetragenen Methode übersehen, haben wireiniges Allgemeine über die officinellen Morphiumpräparate vorzubemerken. DiePharmacopoe führt zwei Morphiumpräparate aut, nämlich das reine Morphiumund das essigsaure. Von diesen wird das reine Morphium als solches niemalsgebraucht, sondern es dient nur zur Darstellung des essigsauren oder salzsauranMorphiums, und wird auch nur dann bereitet, wenn man unmittelbar dieses Salz

selbst daraus darstellen will. Aus diesem Gesichtspunkte geno.....»en, niusstc

das reine Morphium gar nicht als besonderer Artikel aufgenommen' werden,sowie aucli das schwefelsaure Quecksilberoxyd nicht aufgenommen ist, obgleichdasselbe zur Darstellung des Sublimats verwendet wird. Da die Pharmacopoeaber auch das salzsaure Morphium nicht aufgenommen hat, so ist um so weni-ger Grund zur getrennten Autstellung des reinen Morphiums vorhanden Esmusste also die Bereitung des reinen Morphiums mit in den Artikel Morphiumaceäcurn aufgenommen werden.

Ein zweiter Punkt der Betrachtung ist der, dass die Pharmacopoe dieSelbstdarstellung des Morphiums dem l'harmaeeuten unmittelbar aufgiebt. DieseVerordnung wird so wenig Folge haben, als es früher die Vorschrift der 5. Auf-lage der Pharmacopoe hatte , welche Vorschrift ziemlich unbrauchbar war, vonNiemand aber beurtheilt oder getadelt wurde, weil überhaupt wenige Pharma-