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2 (1875)
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914
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Myrrha — Naphthalinum.

Auch in den besten Handelssorten trifft man auf einzelnesolcher Stücke; man kann daher die Waare nicht füglichim Ganzen beurtheilen, sondern muss sie, um der durch-gängigen Aechtheit gewiss zu sein, Stück für Stück dieHand passiren lassen, und verdächtige Stücke spalten;Bruch und Härte lassen dabei leicht die Fälschungen er-kennen. Geringe Sorten zeigen mannichfache mechani-sche Verunreinigungen.

Naphthalinum.

C 20 H 8 = 128.

Farblose, rhombische Tafeln oder Blättchen von etwasgewürzhaftem Geruch und Geschmack, ein wenig schwe-rer als Wasser, bei 79° schmelzend, bei 218° kochend,aber auch schon bei gewöhnlicher Temperatur langsamverdampfend, in ausserordentlich leichten, glänzendenBlättchen sublimirbar, in heissem "Wasser ölartig schmel-zend und mit den Dämpfen desselben destillirbar. Löstsich nicht in kaltem, sehr wenig in heissem Wasser, leichtin Schwefelkohlenstoff, Aether, Oelen, in starkem Alkohol,Essigsäure und in wässriger Oxalsäure, nicht in wässrigenAlkalien. Oxydirt sich nicht an der Luft, ist schwer ent-zündlich und verbrennt dann mit heller, stark russenderFlamme. Wird durch concentrirte Schwefelsäure langsamin der Kälte, rascher bei gelindem Erwärmen unter brau-ner oder braunrother Färbung gelöst, und aus der Lösungdurch Wasser nur theilweis unverändert wieder abgeschie-den. Dient neuerdings zur Darstellung einer gelben undeiner rothen Farbe (Martiusgelb, Magdalaroth), sowie zurErzeugung künstlicher Benzoesäure.

Enthält häufig einen Rückhalt an brenzlichem Oel,welches das Naphthalin zum Gelbwerden disponirt, unddurch Abwaschen mit kaltem Alkohol und Umkrystallisirenaus heisser alkoholischer Lösung zu entfernen ist.