Narcotinum.
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Narcotinum.
C"H 23 N0 14 = Nrct = 413.
Färb-, geruch- und geschmacklose, perlglänzendeNadeln und gerade rhombische Säulen; bei 170° wachs-artig schmelzend und bei raschem Erkalten amorph, beilangsamem krystallinisch erstarrend; geschmolzen in Fliess-papier einziehend; ohne Reaction auf Lackmuspapier; nichtin kaltem und nur sehr wenig in kochendem Wasser, inetwa 100 Th. kaltem Alkohol und 120 Th. kaltem Aether,leichter in der Wärme, in weniger als 3 Th. Chloroform,in 22 Th. Benzol und in etwa 300 Th. Fuselöl löslich;von sehr schwach basischen Eigenschaften; mit den Säu-ren sauer reagirende, meist unkrystallisirbare, sehr bitterschmeckende, leicht zersetzbare Salze liefernd.
Vom Morphium unterscheidet sich das Narkotin durchseine weit grössere Löslichkeit in Aether, durch denMangel alkalischer Reaction, durch die Fällbarkeit mittelstGerbsäure und doppelt kohlensaurer Alkalien, sofortigeFällbarkeit mittelst Ammoniak, Unlöslichkeit in kausti-schem Alkali, Indifferenz gegen Eisenoxydlösung; es wirddurch Salpetersäure von 1,2 nur gelblich, nicht roth,durch concentrirte Salpetersäure unter heftiger Ein-wirkung in eine dicke, rothe Harzmasse verwandelt;durch concentrirte Schwefelsäure wird es auf Zusatzvon sehr wenig Salpetersäure schön blutroth gefärbt,durch mehr Salpetersäure entfärbt. Viel minder giftig alsMorphium.
Färbt sich bei stärkerem Erhitzen purpurn, braun,endlich schwarz, stösst dicken braunen Rauch aus, ent-zündet sich unter lebhaftem Funkensprühen, und hinter-lässt eine lockere, glänzende, vollständig verbrennlicheKohle.
Aufbewahrung: vorsichtig.