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3 (1906) Sauerstoffhaltige Verbindungen der hydriert-cyclischen Reihe
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G-uajol: Chemische Eigenschaften

liefern das offizineile Guajak- oder Pockholz mit Guajakharz. BidnesiaSarmienti Lor. gibt ein Holz, das seit dem Beginn der neunziger Jahredes vergangenen Jahrhunderts als Palo balsamo im Handel vorkommt,sich durch angenehmen Geruch auszeichnet nnd ebenfalls wahrscheinlichGuajakharz enthält, da es sich an der Luft allmählich grünblau färbt.Durch Wasserdampfdestillation dieses Holzes gewannen Sch. u. Co. (Sch.1892, I, 42) ca. 6°/ 0 eines ungemein zähen, dickflüssigen Öles, „welchesschon bei gewöhnlicher Temperatur vollständig in eine prächtige kristal-linische Beschaffenheit übergeht. Der Geruch ist höchst angenehm veilchen-und teeartig". Der Schmelzpunkt des kristallinischen Bestandteils wurdezu 91° angegeben, Sdp. 10 bei 148°, seine Lösung in Chloroform warlinksdrehend; auch aus dem Ester konnte der Alkohol regeneriert werden.Dietze (Süddeutsche Apoth. Z. 38 [1898], 680) fand V.Z. des Rohöls= 3,9, die Esterzahl 2,4 und die Säurezahl 1,4. — Merck (Geschäfts-bericht, 1. Jan. 1893; Chem. Ztg. Eepert. 17 [1893], 31) bringen ein„Cbampacaöl oder Champacaholzöl" in den Handel, welches nach Sch. u. Co.(Sch. 1893, I, 33) mit dem Bulnesiaöl identisch ist und mit dem äthe-rischen Ol der Blüten von Mididia Champaca keine Ähnlichkeit hat. VonMebck liegen Analysen des festen Körpers (Champacol) des Bohöls vor, ausdenen man auf die Zusammensetzung C 17 H 30 O schloß.

Zu der gleichen Auffassung über die Identität des Champacols mitdem von Sch. u. Co. erwähnten Alkohol kommt Wallach (A. 279 [1894],395), so daß er den Namen ändert und für den Alkohol, für welchen ernach den bisherigen und eigenen Analysen die Bruttoformel C 15 H 26 0 an-gibt, den Namen „Guajol" in Anspruch nimmt. Zur Reinigung desGuajols war der unter 13 mm Druck zwischen 155 und 165° siedende Anteildes Rohöls zum Erstarren gebracht worden; die Kristalle wurden aufTontellern getrocknet und schließlich aus Alkohol umkristallisiert: Smp. 91",Sdp. 288°; kristallisiert in bis zu 6 cm langen durchsichtigen Prismen.

Gadamer und Amenomija (Ar. 241, 22) geben für das Guajol an:Prismatische Kristalle, Smp. 91°, [a] Dw =-29,8°.

Eyken (Rec. trav. chim. Pays-Bas. 25, 44; C. 1906, I, 842) untersuchtdas Ol aus dem Holz von Qonystylus Miquelianus T. und B., das zu einerfesten Masse vom Smp. 66—68° und Sdp. 280—990°, [a] D =+35° er-starrt. Durch Umkristallisieren usw. wurde ein Produkt, das „Gonystylol"vom Smp. 82°, Sdp. 17 = 164—166°, [cc] D „ = + 30° und Mol.-Gew. 228bzw. 232 erhalten. Mit Ameisensäure entsteht aus dem Alkohol dasGonystylen C 15 H M , Sdp.„ = 137—139°, d u = 0,9183, [«>„ = + 40°.M. R. = 66,7, ber. für C ]5 H 24 F= 66,15. Das Gonystylol ist wahrscheinlichidentisch mit dem Guajol, von dem es sich nur durch seine entgegen-gesetzte Drehung unterscheidet.

Chem. Eig. des Guajols. Über die gesättigte oder ungesättigte Naturdes Guajols liegen keine Angaben vor.

Das Jodid G 15 H 25 J erhielten Gadamer und Amenomija, indem sieauf das Guajol PJ 3 einwirken ließen; es bildet ein Öl, welches sich wiedas Atraktylyljodid sehr unbeständig verhält.