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Verbindungen hydriert-cykliscker Natur usw.
J. Verbindungen, die wahrscheinlich hydriert-cyklischer Natur,aber in ihrer Konstitution nicht bekannt sind.
325. Verbindung C 9 H 16 0 2 .
Tschiech und Koch (Ar. 240 [1902], 202) untersuchten das ätherischeOl des Manila-Copals; dieses hatte d u = 0,84, siedete von 165—170° undbestand wahrscheinlich hauptsächlich aus Terpenen. Weiches Harz lieferteö°/ 0 , hartes Harz 5°/ 0 ätherisches Ol. — Tsch. und Niedeestadt (Niedeb-stadt, Diss. Bern 1901) berichten ferner über das ätherische Ol desKauribusch-Copals, das nach längerem Aufbewahren feine Kristallnadelnvom Smp. 168° und der Zusammensetzung C 9 H 16 0 absetzte.
Stephan (J. pr. II, 62 [1900], 533) findet im Rückstand des aufdem Wasserbade bis zum konstanten Gewicht verdampften Pomeranzenöls2,28 °/ 0 einer wachsartigen Masse von bitterem Geschmack und deutlichemPomeranzenölgeruch, die schwerlöslich in Alkohol ist: Smp. 67—68°,V. Z. = 65°. Es scheint, wie Flatau und Labbe bereits beobachteten, einsehr schwer verseifbarer Ester zu sein (Bl. III, 19 [1898], 361). Die Ver-seiiüngslauge lieferte eine feste gesättigte Säure vom Smp. 77—78°, derenAnalysen auf Cerotinsäure C 27 H 54 0 2 stimmten. Bei der Ausätherungder Yerseifungslauge wurde ein Körper C 28 H 48 0 2 vom Smp. 138° ge-wonnen, der mit Schwefelsäure die LiEBEEMANNsche (B. 18, 1804) Cho-lesterinreaktion gab, so daß ev. eine dem Phytosterin nahestehende Ver-bindung vorliegt (über weiteres vgl. Originalarbeiten).
K. Anhang.
Das Mosebusaroma
soll anhangsweise an dieser Stelle erwähnt werden, obwohl es bisher nurgelungen ist, aus dem tierischen Moschus den Geruchsträger zu isolieren;der tierische Moschus scheidet sich in einem am Bauche des männlichenMoschustieres {Moschus mosehiferus) befindlichen Beutel ab. — Es mußim Auge behalten werden, daß es verschiedene Pflanzen gibt, die ein auf-fallend nach Moschus riechendes Ol liefern, so das Moschuskörneröl(Hibiseus Abelmoschus L.) (Malvaceae). Die Moschuskörner werden in derParfümerie gebraucht und aus Ostindien, von Java und anderen InselnOstindiens, sowie von Westindien eingeführt. Sch. u. Co. (Sch. 1887,II, 35; 1888, I, 29; 1893, II, 45) gewannen das ätherische Öl imJahre 1887 zu 0,2 °/ 0 ; letzteres erstarrt bei ca. 30—35°, d = 0,900, in-aktiv oder schwach rechtsdrehend; das Pestwerden rührt von Palmitin-säure her.