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10
Hydriert-cyklische Alkohole
Estern durch Säureabspaltung Terpene oder Sesquiterpene. Die Pflanzeist eben imstande in der Zelle gewissermaßen durch mikrochemischeReaktionen das zu leisten, was wir im Laboratorium häufig erst durchgewaltsame Eingriffe hervorbringen können, da wir nicht alle Hilfsmittelder Pflanze, wie Licht, Chlorophyll usw. in ihren Einwirkungen genügendregulieren können.
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I. Hydriert-cyklische Alkohole mit 10 Kohlenstoffatomen.
Unter diesen Alkoholen, welche sich in-den ätherischen Ölen findenund ein Skelett von 10 Kohlenstoffatomen aufweisen, sind hauptsächlicheinwertige, nur wenige mehrwertige Eepräsentanten vertreten. Alle dieseAlkohole können entweder gesättigter oder ungesättigter Natur sein, teilssind sie primär, teils sekundär, teils tertiär. Wir teilen sie ein in ge-sättigte und ungesättigte Alkohole, indem wir auf diese Weise verwandtereGruppen zusammenhalten.
Zur Nomenklatur ist folgendes zu bemerken. Da wir bisher aus-nahmslos Cymolabkömmlingen, und zwar hauptsächlich p-Cymolabkömm-lingen begegnet sind, so können wir, um die langatmigen Bezeichnungenp-Methyl-Isopropyl-Hexahydrobenzol zu vermeiden, für diesen Kohlen-wasserstoff C 10 H 20 den Trivialnamen „Menthan" einführen (vgl. Wagner,B. 27 [1894], 1636 Anm.); wir ziehen diesen Namen der Bezeichnung„Terpan" (vgl. Baeyee, B. 27 [1894], 436) aus den bereits in Band II,S. 30 angegebenen Gründen vor, da wir sonst dem Kohlenwasserstoff C 10 H 18den Namen „Terpen" beilegen müßten. Demnach haben wir folgende ge-sättigte drei Grundkohlenwasserstoffe der Cymolreihen zu unterscheiden:
CH 2
H 2 C^NCH,
H 2 CLJCBHsC-^NCH CH
HssCL^CHjCHCH 3m-Menthan
CH 3 CH S
OH
CHHjCV-^NCH
HscLjCHiCH
CH 3
p-Menthan
OH 3 CH 3
o-Menthan
Von diesen drei gesättigten Kohlenwasserstoffen spielen bisher für dieBestandteile ätherischer Öle und ihrer Abkömmlinge nur das p-, sowiem-Menthan eine Rolle. Der Name „Menthan" ist hergeleitet vom Menthol,einem Alkohol, der sowohl selbst, wie seine Abkömmlinge in ätherischenÖlen angetroffen wird.
Als weitere Angabe für die Nomenklatur sei erwähnt, daß wir, umSubstitutionen, um ferner doppelte Bindungen, um schließlich Brücken-bindungen ev. bezeichnen zu können, die einzelnen Kohlenstoffatome desMenthans mit Zahlen z. B. für das p-Menthan in folgender Weiseversehen: