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3 (1906) Sauerstoffhaltige Verbindungen der hydriert-cyclischen Reihe
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229
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Ledumkampfer: Vorkommen, Isolierung und physikalische Eigenschaften 229

Wasserabspaltung anzunehmen ist. Ebenso konnte Schmidt beim Er-hitzen des Cubebenkampfers im zugesclimolzenen Rohr auf 200—250°Wasser abspalten.

Zur Identifizierung und Konstitution des Cubebenkampfers ist zu be-merken, daß der Schmelzpunkt von ca. 70° charakteristisch ist, ebensoin chemischer Beziehung die außerordentlich leicht erfolgende Wasser-abspaltung. Man muß im Auge behalten, daß der Cubebenkanipfer sehrleicht aus einem Sesquiterpen C 15 H 24 durch Wasseranlagerung zu entstehenscheint, indem jedoch anderseits, wie erwähnt, die Wasserabspaltungebenso leicht vor sich geht. Es muß dahingestellt bleiben, ob diese Wasser-anlagerung an ein Sesquiterpen in den Cubeben selbst erfolgen kann, dennSchaee und Wyss (a. a. 0.) konnten durch wochenlange Abkühlung einesa us mehrjährigen Cubeben bereiteten Öles keinen Kampfer abscheiden;danach scheint die Wasseranlagerung besser außerhalb der Pflanze in demdestillierten Öle vor sich zu gehen. — Die leichte Anlagerung und Ab-spaltung des Wassers spricht dafür, daß im Cubebenkanipfer ein tertiärerAlkohol vorliegt; weitere Angaben über die Konstitution dieses Kampferslassen sich nach den bisherigen Angaben nicht machen, nur kann man*ohl annehmen, daß in ihm ein tricyklisches gesättigtes Molekül vorliegt.

Obwohl der Cubebenkanipfer schon sehr lange beobachtet wordenls t und auch einzelne physikalische Daten frühzeitig von Müller und" incklee angegeben worden sind, liegen bis zur Gegenwart keine weiterenwichtigen Beobachtungen außer jenen von Schmidt vor, aus denen Schlüssea nf die Anordnung der Kohlenstoffatome im Molekül des Cubebenkampfersgezogen werden können; erst weitere Untersuchungen müssen Klarheit überdie Konstitution dieses Moleküls bringen. Unerwähnt mag nicht bleiben,daß die Bildung des Cubebenkampfers aus einem Sesquiterpen gewisseÄhnlichkeit zeigt mit jener des Terpineols bzw. Terpinhyclrats aus dem"wen usw.; vielleicht geht die Bildung des Cubebenkampfers noch leichterv ° r sich, wenn man, wie beim Terpentinöl, etwas Säure hinzusetzt.

272. Ledumkampfer C 15 H 28 0.

Vorkommen, Isolierung und physik. Eig. Der Sumpfporsch (Ledum

Palustre L.), auch wilder Rosmarin genannt, welcher zu den Ericaceen

gehört, gibt bei der Wasserdampfdestillation 0,3—2 °/ 0 ätherisches Öl;

elfteres enthält ein Stearopten, und zwar gewöhnlich in solcher Menge,

a| J das ganze Öl zu einer festen Masse erstarrt. Jedoch kommt es auch

^? r > daß das Öl, selbst bei starker Abkühlung, kein Stearopten abscheidet

IkOH. 1887, II, 35). Das ätherische Öl selbst ist noch nicht allzulange

Jj* 8 dem Sumpfporsch destilliert worden; Raucheuss (Teommsd. Journ. d.

üarm. 3 [1796], 189) scheint es zuerst dargestellt zu haben. Meissner

^ er L Jahrb. der Pharm. 13, II [1812], 170), Geassmann (Rep.für Pharm. 30

L1831 ], 53) und Buchner (ebend. 57; Neues Rep. für Pharm. 5 [1856], 1),