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II. Emollientia.
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montin und das aus Erdwachs fabrieirte, weissem Wachs täuschendähnliehe Oeresin.
Hieher gehört auch das zuerst in Nordamerika aus den Destil-lationsrüekständen des dortigen Petroleums, gegenwärtig aber auch inEuropa fabrieirte, von der Ph. A. aufgenommene Vaselinum, Vase-lina, Vaselin, Cosmoline, ein Weichparaffin von salbenartigerConsistenz (bei gewöhnlicher Temperatur).
Farbe, specitisches Gewicht und Schmelzpunkt dos Vaselins sindnach seiner Herkunft variabel. Eetzterer liegt bei amerikanischer Waarezwischen 33 — 35°, beim Vaselin. wie es die Firma C. Hellfrisch in
M. unter dem Titel
„Virginia
Vaselina alba" liefert.
Offenbach a.
bei 41—42°. Die Farbe ist bald orangegelb (amerikanisches Vaselin).bald hellgelb (österreichisches Vaselin), bald weiss mit bläulichemSchimmer (Vaselin von HellfriscK). Unter dem Mikroskop erweist es siclidurch und durch kristallinisch.
Gutes Vaselin ist völlig 1 geruch- und
geschmacklos, von neutraler
Reaction ; gegen Eösungsmittel Aerhält es sich fast ganz wie Paraffin. DieOesterr. Pharmakopoe fordert ein gelbes, bei circa 35° schmelzendes Vaselin.
Ph. Germ, hat als flüssiges Paraffin, Paraffinum liqui-dum, das sogenannte Paraffin- oder Vaselinöl des Handels auf-genommen, ein aus dem Petroleum gewonnenes, in der Technik vielbenutztes Product, eine ölige Flüssigkeit darstellend, welche klar,färb- und geruchlos sein und ein specitisches Gewicht von mindestens0,880, sowie einen nicht unter 360" fallenden Siedepunkt haben muss.Die Stelle des Yaselins vertritt in der Ph. Germ, die Paraffin-salbe, Unguentum Paraffini, eine Mischung von 1 Th. Paraffinumsolidum und 4 Tb.. Paraffinum liquidum (Rp. 128). Weiss, bei 40^50°schmelzend.
Als besonders werthvoll für die medicinische Anwendung desYaselins muss die Eigenschaft hervorgehoben werden, Oxydationsmittelnden hartnäckigsten Widerstand zu leisten, an der Luft unverändert zubleiben, nicht ranzig zu werden. Dadurch empfiehlt es sich besondersstatt der Fette als Gonstituens für Salben. Das Paraffin selbst kannstatt Wachs zu Ceraten. Pflastern, Salben u.a. verwendet werden.Sehr allgemein benützt man es ferner zur Bereitung der Chartaparaffinata (an Stelle der Charta cerata).
Als Salbengrundlage wird neuestens das sogenannte Naftalan empfohlen,eine dunkelbraune, neutrale Masse von 0,89 spec. <iew. und bei 65—70° liegendemSchmelzpunkt, schwach brenzlieh riechend, löslich in Aetber und Chloroform, leichtmischbar mit Fetten, nicht mit Glycerin und Wasser. Sic soll im Kaukasus aus einerbesonderen Kohnaphta gewonnen werden und selbst bei jahrelanger Aufbewahrung keineVeränderung erfahren.
Unter dem Namen Vasogen (Vaselinum oxygenatum) kommt ein Präparat inden Handel, welches angeblich aus schweren Mineralölen durch Einwirkung von Sauer-sten" bei Gegenwart von Alkalien, Zusatz von Oelsäure und Neutralisation mit AlkaliInhalten wird. Es soll eine grosse Lösungsfahigkoit für zahlreiche Arzneimittel (wieJodoform, Kreosot. Guajacol, Menthol, Kampfer etc.) besitzen und sollen die Lösungensehr haltbar sein.
Anhang.
68. Glycerinum, Glycerin, Oelsüss, resultirt bekanntlich bei der
Zerlegung der Fette (pag. 108) und wird fabriksmässig im Grossen(zumal in Frankreich) durch Zerlegung verschiedener Fette (besonders