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Solis in ein liquoreni irreducibileni bringen, oder dass es leichtlich. ge-brauchet und flüssig gemacht werden könnte. Da nun Ir. Maj. zuegemelten Mittel ein weg wüste oder hotten, konnte der Sachen leichtlichgeholffen werden, und zue etwas kommen. So halten Ir. Maj. nungenzlich dafür, dass Sie eben dasjenige, was der Herr Yenneidet halten.und halten dass es das rechte ens (Anima) auri sey, und hat damit,eine solche Gelegenheit, wenn mau es mit einer gemainen mercurio ver-mischet, lest es denselben nicht allein nicht aufsteigen, sondern solvirtden in ein ganz clares wasser, .ob das nun ein gut anzeigen sey, be-geren Ir. Maj. zu wissen, darneben auch den Process, wie ir. Maj. darinnoder damit arbeitten sollen. Das wollen Ir. Maj. gegen den Herrn mitkaiserlichen Gnaden wieder eingedenkh seyn. Damit Gott bevohlen, etc."
Die meisten Leibärzte des Monarehen waren zugleich Alchemisten,so Michael Mayer aus Rendeburg, dann Ansehn Boetius de Boodtaus Brügge, Thaddäus v. Hayek, Martin Kuhland u. A. Auchseine Kammerdiener nahmen an den Arbeiten theil, wie Hans Mar-quard, dann Johann Kranke und der unglückliche Martin Rutzke,der nach dem Tode seines Herrn in den Kerker geworfen wurde undschliesslich durch Selbstmord endete.
Rudolf stand mit hervorragenden Männern im Verkehr, wie z. B.mit Cornelius Dreh bei, dem Erfinder der Scharlachfärberei, den späterFerdinand IL zum Informator seiner Prinzen ernannte. An seinemHofe wirkten bedeutende Gelehrte, wie Tycho de Brahe und Keppler,für welche er wahre Freundschaft empfand, doch wurde die Kaiserburgin Prag auch für solche zu einem unwiderstehlichen Anziehungspunkt,denen bei ihren Bestrebungen eine ideale Grundlage fehlte!
Allerdings mussten diejenigen, die dem Kaiser vorgestellt werdenwollten, wenn sie nicht bereits Ruhm und Berühmtheit mitbrachten,sich einer Vorprüfung unterziehen, um ihre Würdigkeit zu erweisen,allein in. dieser Beziehung darf man sieb wohl eines Urthcils erinnern,welches J. J. Becher in seinem „(Jhymischen Glückhafen", hundertJahre später, ausspricht und welches folgendermassen lautet: „Ich. sageaus der Experienz, dass die Alchymisten den Zauberern und Taschen-spielern gleich seyend, welchen man nichts glauben soll, bis man esselbsteu gesehen."
Da mag es denn oft recht schwer gewesen sein, dem Oandidatenauf den Zahn zu fühlen, zumal wenn man die Leichtgläubigkeit inBetracht zieht, welche man alchemistischen Versuchen entgegenbrachte,wie das obencitirte Beispiel Wilhelm v. Rosenberg's zur Genügedargetban hat.