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1437-1519.
In Deutschland fand die Alchemie, welche den Orient schonjahrhundertelang beschäftigt hatte, zu Anfang des XIII. Jahrhundertsdurch Gelehrte, welche die Universitäten in Prankreich und Italienbesucht hatten, und zwar namentlich durch die vornehme GeistlichkeitEingang, und es ist kaum daran zu zweifeln, dass sie zur nämlichenZeit ihren Weg auch in die österreichischen Länder nahm, wo derEeichthum an Naturprodueten in erster Linie zu derartigen Bestrebungeneinladen musste, und wo auch bereits im XIII. Jahrhundert in Wienund Prag ordentliche Apotheken bestanden, *) welche nach dem Musterder italienischen eingerichtet waren, aber allerdings ihre Medicamenteauch aus Italien bezogen, obwohl einzelne Droguen von spocinsch öster-reichischer Provenienz schon zu jener Zeit, ja sogar in noch früherenTagen sich eines besonderen Eufes am Weltmarkte erfreuten.**)
Von grösserer Bedeutung als das Apothekerwesen musste für dieEntwicklung der Alchemie der damals schon hoch, ausgebildete Zustanddes Hüttenwesens und des Bergbaues in unserem Vaterlande sein; indieser Hinsicht gebort die österreichische Gebirgswelt zu denjenigen'fliehen Europas, die die älteste Oultur aufzuweisen haben.
Die Bergordnungen von Trient aus den Jahren 1185 und 1208sind die ältesten bekannten Berggesetze Deutschlands. Ihnen folgendiejenigen von Schemnitz aus den Jahren 1235—1275, von Iglau1249—1251, Deutschbrod 1278, Kuttenberg 1300 und Schladming 1308.
Der Schwerpunkt der Bergwerksproduction lag aber damals inder Ausbeutung von Gold, Silber, ferner Kupfer, Blei und Zinn, Metallen,
*) Die erste Apotheke Deutschlands wurde durch Auswanderer aus Prag imJahre 1408 in Leipzig errichtet.
**) So brachte schon im Jahre 1198 ein Ritter von Rauheneck den erstenSafran (Zwiebel von Crocus sativus L.) aus dem Orient nach Oesterreich, wo derAnbau der Safranpflanzen bald sehr rasche Fortschritte machte und grosse Ausdeh-nung gewann. Noch im XV. Jahrhundert war der Grund, auf welchem die VorstadtSt. Ulrich (in Wien) steht, von den Safrangärten der Wiener Bürger bedeckt, undder Ruf des österreichischen Safrans hat sich durch Jahrhunderte behauptet. Auchder Speik (Nardus celtica der Alten, jetzt Valeriana celtica L.) gehört zu denältesten Exportartikeln der österreichischen Alpenländer, der über Saumpfaden seinenWeg nahm und weiter über den Orient bis in die Hinterländer Asiens gelangte,dann später durch die Republik Venedig der Levante zugeführt wurde.
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