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Die Adelsdokumente österreichischer Alchemisten und die Abbildungen einiger Medaillen alchemistischen Ursprunges : mit 2 Zinkotypien u. 5 Lichtdrucktaf.
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Ein deutscher Adept namens Schwiehard Fronberger stand inseinen Diensten und beschäftigte sich mit dem Problem derHärtungdes Quecksilbers". Er soll im Jahre 1499 einen Centner Quecksilbereingesetzt" haben, als die Sonne im 24. Grad der Jungfrau stand; imDecember 1547 (im 24. Grad des Löwen) hätte es sollen zu Silberwerden, und im Jahre 1598 inusste es, seinem Versprechen gemäss,nach dem Stande der Sonne im 24. Grad des Krebses, in wahres Goldverwandelt sein.

Der Zeitraum war allerdings lange genug bemessen, um den Alche-misten der Mühe der Beweisführung zu überheben, zumal Maximilianbei Beginn des Experimentes bereits 40 Jahre alt war!

III.

1519-1576.

Die Zeit der Begierung der Kaiser Carl Y-1564,

von 15191556,Ferdinand L, von 15561564, und Maximilian IL, von 1564 bis1576, eine Periode von 57 Jahren umfassend, weist zwei der hervor-ragendsten Alcheinisten auf, die, Schweizer von Geburt, den grösstenTheil ihrer Wirksamkeit in Oesterreich entfaltet hatten, nämlich: Theo-phrastus Paracelsus und Leonhard Thurneysser.

Paraeelsus ist unzweifelhaft der berühmteste Name unter denAlchemisten aller Zeiten, obwohl er sich nur wenig mit der eigent-lichen Goldmacherei beschäftigte und auch zu seinen Lebzeiten nichtzu denjenigen gezählt wurde, die wirklieh in Alchemie Bemerkens-werthes geleistet haben. Von seinen vielen Schriften, deren Gesammt-zahl sich auf 364 belaufen soll, sind nur wenige eigentlich alchenh-stisehen Inhaltes, dagegen trat er als Beforinator der Heilkunde auf,bekämpfte die Lehren Galen's und Avieenna's, deren Werke eröffentlich vor seinen Zuhörern in Basel verbrannte, und stellte es alsHauptaufgabe der Chemie hin, Heilmittel zu bereiten. Gesundsein desmenschlichen Organismus, beziehungsweise der einzelnen Theile des-selben beruhe auf normaler, Kranksein auf abnormer und Heilung aufWiederherstellung der normalen Zusammensetzung, nach Paracelsus. Alspraktischer Arzt wendete er, was wohl nie vor ihm gewagt wurde,*)

*) Murr: Literarische Nachrichten. Leipzig 1803, IV. Die Ursachen, weshalbchemische Präparate als Arzneimittel so gefürchtet waren, lag hauptsächlich darin,dass man zuweilen zu grosse Dosen gab, welche schlimme Folgen hatten.