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Die Adelsdokumente österreichischer Alchemisten und die Abbildungen einiger Medaillen alchemistischen Ursprunges : mit 2 Zinkotypien u. 5 Lichtdrucktaf.
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eine allgemein gütige Pharmacopöe zu verfassen. Es wurden demgemässdie Apotheker Wiens aufgefordert, anzugeben, was sie in das Dispen-satoriuni aufgenommen zu sehen wünschten, und an den Eector unddas Consistorium die Bitte gerichtet, allen Professoren, welche an derPharmacopöe mitzuarbeiten hatten, für eine bestimmte Zeit Ferien zugeben, um sich ihrer Aufgabe ungestört widmen zu können. Thatsäeh-lich wurden in Folge dieses Ansuchens für die betreffenden Professorendie Vorlesungen auf drei Tage per Woche beschränkt, und so kam imJahre 1567 ein Index lnedieaminum zu Stande, der alier nicht ent-sprechend befunden wurde, weshalb die Facultät selbst eine neuePharmacopöe ausarbeitete, die dem Kaiser im Jahre 1573 zur Bestä-tigung vorgelegt wurde, welche sich jedoch verzögerte. Nachdem imJahre 1588 vom Apotheker Robitz wieder ein neues Dispensatoriumausgearbeitet war und die Facultät 1590 neuerdings den Kaiser umdie Bestätigung einer entsprechenden Pharmacopöe ersuchte, wurde nochim Jahre 1602 von Rudolf IL eine solche genehmigt und in Druckgelegt. Bald nachher, nämlich im Jahre 1618, wurde aber die in Augs-burg herausgegebene Pharmacopoea Augustanea mit einigen Zusätzenfür Oesterreicb aeceptirt und im Jahre 1644 neuerdings durch eineeompendiösere ersetzt.

Zugleich wurde auch die Taxe revidirt und die Apothekerordnungin abgeänderter Form neu bestätigt. Eine weitere Eegulirung erfuhrdas Apothekerwesen erst später unter Maria Theresia, die zunächst dievielen Privat- und Klosterapothekeu aufhob und solche nur den Barm-herzigen Brüdern und den Elisabethinerinneii gestattete.

IV.15761612.

Mit Rudolf IL, der den Kaiserthron von 1576 bis 1612 inne-hatte, erreichte das alchemistische Treiben in Oesterreieh seinen Höhe-punkt und ist ausgezeichnet durch das intensive persönliche Eingreifendes Herrschers, der von seinen Zeitgenossen deshalb wohl auch als derdeutsche Hermes Trismegistos angesprochen wurde.

Allerdings beschäftigten sich auch andere Kaiser, wie Maximilian L,vor Rudolf persönlich mit alchemistischen Arbeiten, die ja thatsächlichzu den Oulturaufgaben jener Zeit gehörten, aber nicht im Entferntestenmit jenem Eifer und jener Hingebung, wie dieser sie an den Tag legte.