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Vorkommen von zufällig beim Graben eines Brunnens entdecktem Eisen-kies gegründet wurde. Es beschäftigte später im Jahre 1786 über 300Personen und wurde ursprünglich durch eine Gesellschaft bewirth-schaftet, ging aber dann auf die gräflich Schönborn'sche Familie über,die besonders die Schwefelgewinnung betrieb, bis es unter Auersp erg-scher Leitung eine grosse Ausdehnung gewann.
Ein Erlass Leopolds I. war es, der das früheste Auftreten eineswirklichen Fabriksbetriebes auf dem Gebiete der Färberei und Druckereiverursachte. Durch denselben wurde nämlich einem Bürger von Linz.namens Christian Sind, die Bewilligung zur Errichtung einer Wollen-zeug-Manufaetur in 'Verbindung mit Färberei ertheilt. Nachdem diesesEtablissement durch mehr als vierzig Jahre in den Händen der ErbenSind's verblieb, ging es im Jahre 1716 an eine Gesellschaft über, dieunter der Firma „Orientalisehe Oompagnie" der Fabrication eine grössereAusdehnung gab, sie später aber wieder in Verfall brachte. Im Jahre1754 wurde das Etablissement vom Aerar augekauft und als eine ArtMusteranstalt einige Zeit fortgeführt.
VI.
1705—1790.
Unter Josef L, der von 1705—1711, sowie Carl VI., der von1711—1740 die Kaiserkrone trug, war die Alchemie noch in vollerBlüthe und wurde in Wien insbesondere durch Privatkreise gefördertund gepflegt. In späteren Jahren scheint Franz I. von Lothringen sichebenfalls noch für Alchemie interessirt zu haben, während allerdingsum die Mitte und namentlich in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahr-hunderts der Glaube an die Alchemie in seinen Grundlagen erschüttertund bald sogar zerstört wurde.
Aus dieser Zeitperiode stammt eine goldene Medaille, welchesich früher im Schlosse Ambras befand, gegenwärtig aber im kunst-historischen Museum in Wien aufbewahrt wird, während ein zweitesExemplar im Ferdinandeum zu Innsbruck gezeigt wird. Diesesbesteht nicht aus Gold und stellt jedenfalls eine Nachprägung dar, dadie Dichte des Metalls derselben nach einer von Professor Senhofervorgenommenen Untersuchung blos 10-006 beträgt, während Gold dieDichte 19-26 hat und die Wiener Medaille auch thatsächlich die