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ganz neue Körper, und zwar besonders Antimon- und Quecksilber-präparate als Medicamente an, mit denen er, wie es scheint, grosseErfolge erzielte und seinen Euf als „Wunderdoctor" begründete.
Paracelsus war am 17. December 1493 in einem bescheidenenHäuschen an der sogenannten Teufelsbrücke am Fusse des Etzels beiMaria-Einsiedcln in der Schweiz geboren, kam dann mit seinem Vaternach Villach in Kärnten, studirte aber später in Hasel, wo er dann,wenn auch nur durch kurze Zeit, als Lehrer wirkte.
Auf seinen weiten Eeisen, die ihn fast durch alle Länder Europasführten, hat er auch den grössten Theil üesterreichs und Ungarns ge-sehen und folgte schliesslich einem Rufe des grossen Gönners wissen-schaftlicher Bestrebungen, des Erzbischofs Ernst, nach Salzburg, wo eram 23. September 1541 starb und am Friedhofe zu S. Sebastian beigesetztwurde, wo ein prächtiges Monument seinem Andenken gewidmet ist.
Leonhard Thurneysser war 1530 zu Basel geboren. Die monta-nistischen Kenntnisse, die man ihm, vielleicht mit Unrecht, zutraute,veranlassten im Jahre 1558 seine Berufung zu einer Gewerkschaft nachTirol, wo er in Tarenz bei Imst seinen Wohnsitz nahm und späterdie Gunst Kaiser Ferdinand L, namentlich aber die des einen Sohnesdieses Kaisers, des Erzherzogs Ferdinand, gewann, welcher seinemVater 1560 in der Grafschaft Tirol folgte.
Im Auftrage des Erzherzogs bereiste Thurneysser im Jahre 1560Schottland und die Orkney-Inseln und. im Jahre 1561 Spanien, Portugal,die Nordküste Afrikas und den Orient.
Nachdem er 1565 nach Tirol zurückgekehrt war, traf er das, was erdort gegründet und eingerichtet hatte, in Verfall, fand aber sowohl beider Landesregierung wie bei dem Grafen von Hag die nöthige Unter-stützung, um seine Unternehmungen wieder in die Höhe zu bringen.
Er wurde später, und zwar 1567 und 1568, vom Erzherzog neuer-dings auf Eeisen geschickt behufs des Studiums der Bergwerke inUngarn und Böhmen, trat aber im Jahre 1570 aus den Diensten desErzherzogs und bald darauf in die des Kurfürsten Johann Georg vonBrandenburg.
Thurneysser scheint auch, ähnlich wie Paracelsus, ziemlich,nüchtern über die Möglichkeit der Metallverwandlung, beziehungsweiseder Goldbereitung gedacht zu haben, fühlte sich dagegen als grosserArzt und Naturkundiger überhaupt. Als solcher spricht er sich u. A.über die Gasteiner Heilquelle aus, von der er behauptet, dass sie minde-stens neun Theile feste Bestandtheile in dreizehn Theilen Wasser gelöstenthalte ('!), während diese Quelle bekanntlieh arm ist an gelösten Stoffen.