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in Breslau verdient gemacht, ein Forscher, der ebenfalls aus derSchule der Pharmacie hervorging und auf welchen die Pharma-ceuten stolz zu sein ein Recht haben.
Wenn Männer wie Voigt, Moleschott, Schieiden u. a. in. dasgeistige Leben des Menschen auf eine rein materielle Basis zurück-führen wollen, z. B. behaupten, dass der Phosphor die Grund-ursache der Geistesthätigkeit sei, ferner Darvin lehrt, dass derMensch vom Affen abstamme, so kann wol viel über solche Ideengesprochen, aber wenig bewiesen werden; einen sehr interessan-ten Ausspruch that Snell in seiner Logik über letztere Lehre, ersagt:
Ich glaube nicht eher an die Abstammung des Menschenvom Affen, als bis es letztern gelungen sein wird, die Skelettedes Menschen in ihren Museen aufzustellen. Dieser Ausspruchzeigt uns deutlich das geistige Uebergewicht des Menschen, wirkönnen das Thier wol dressiren uud ist vielen Thieren eine ge-wisse Klugheit, ja eine gewisse Ueberlegung nicht abzusprechen,aber zu metaphysischen Speculationen kann sich das Thier nichterheben, eben so wenig zu philosophischen Schlüssen, welcheGöthe im Faust so schön in folgenden Versen schildert:
Zwar ist's mit der Gedankenfabrik
Wie mit einem Weber-Meisterstück,
Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein herüber, hinüberschiessen,
Die Fäden ungesehen fiiessen
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.
Neuester Zeit geläng es der Chemie, den Einfluss nachzu-weisen, den die phosphorsauren Salze, wie z. B. das Ammoniak-salz, auf solche Körper ausüben, die leicht in Gährung oder Ver-wesung gerathen. So kann genanntes Salz eine Zuckerlösungganz ohne Zusatz von Hefe in Gährung versetzen; wobei aber inErinnerung zu bringen ist, dass die Organismen der Atmosphärefreien Zutritt haben müssen'. Eine chemische Umsetzung der Be-standteile einer Verbindung ist aber etwas anderes als die Gei-stesthätigkeit lebender Wesen!
Noch sind viele Arbeiten im Gesammtgebiete der Natur-wissenschaft auszuführen, um die Lücken, die wir überall finden,zu füllen oder das bis jetzt als wahr angenommene als unrichtiganzuerkennen und das wahre an dessen Stelle zu setzen. Gesetz-mässigkeit finden wir überall in der Natur; sie nachzuweisenist die Aufgabe des Naturforschers. Dazu reichen aber die eige-nen Erfahrungen nie aus, der Eine muss vom Andern lernen unddes Andern Erfahrungen zu nutzen verstehen; dazu reicht nichtscharfes Denken allein aus, auch eine höchst peinliche Beob-achtungsgabe, scharfe Sinne, viele manuelle Fertigkeiten zur An-